"Konsument"-Test: Wanderstöcke

Testsieger im oberen Preissegment. Viele Stöcke scheitern im Belastungstest

Wien (OTS) - Der Frühling steht vor Tür und viele planen bereits erste Wanderungen. Immer öfter - neben festen Schuhen und Funktionskleidung - mit dabei: Wanderstöcke. Früher als Behelfsmittel für alte Leute angesehen, wollen heute viele auf die Hilfe der Arme beim Wandern nicht verzichten. "Konsument" präsentiert daher in der aktuellen Ausgabe die Testergebnisse von 20 Modellen mit Preisen zwischen 20 und 110 Euro. Fazit: Für den Testsieger muss man tiefer in die Tasche greifen, gute Stöcke sind bereits ab 36 Euro erhältlich.

Die Vorteile von Wanderstöcken - vor allem im geneigtem Gelände -liegen auf der Hand: Sie ersetzen die fehlenden Vorderbeine, die Tieren mehr Halt geben. Das Körpergewicht verteilt sich auf vier anstatt zwei Punkten, der Bewegungsapparat wird damit entsprechend entlastet. Besonders beim Bergaufgehen erhält man dank "Allradantrieb" mehr Kraft. Stöcke dienen auch der Sicherheit, vor allem auf schwierigen Wegabschnitten sorgen sie für besseres Gleichgewicht.

Zum Wandern sind - anders als beim alpinen Schilauf, beim Langlaufen oder Nordic Walking - Teleskopstöcke erforderlich, die meist aus drei gleich langen, verschiebbaren Teilen bestehen. Diese eignen sich auch für Schitouren besser als Schistöcke.

Fast alle Modelle sind aus Leichtmetall, nur die Stöcke von Exel (80 bzw. 110 Euro) bestehen aus dem superleichten Material Carbon. Zum Verklemmen der einzelnen Teile gibt es verschiedene Systeme, im Praxistest konnte sich allerdings nur jenes mit innenliegendem Spreizkeil durchsetzen: Dieser wird durch Verdrehen der Stockteile gelöst bzw. angezogen und damit die gewünschte Länge des Stockes eingestellt. Die meisten Teleskopstöcke verfügen über dieses Klemmsystem, wichtig ist jedoch auch die Festigkeit, um gefährliche Situationen aufgrund von Gleichgewichtsverlust zu vermeiden. Erschreckendes Ergebnis: Nur vier Modelle hielten einer Belastung von mehr als 80 kg stand, darunter Testsieger Leki (100 Euro), der als einziger mit "sehr gut" bewertet wurde und über eine komplette Ausstattung verfügt. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Nachbaumodell Outdoor Time Edelweiss (36 Euro), auf Dämpfung und austauschbare Spitzen muss man allerdings verzichten. "Konsument":
Dass nicht alle No-Name-Produkte gleichwertig mit ihren Vorbildern sind, zeigt TCM Natur Trail von Tchibo/Eduscho, das nur "weniger zufriedenstellend" abschnitt.

Die meisten Stockgriffe sind aus Kunststoff oder aus einem Kork-Gummi-Gemisch. Die Neigung der Griffe ist eine Frage der persönlichen Vorliebe, wobei geneigte Griffe (Leki) als ergonomischer gelten. "Konsument"-Tipp: Da die Stockspitzen einer großen Belastung ausgesetzt sind, beim Kauf darauf achten, dass einzelne Teile austauschbar sind. Auch für Skitouren sind größere Kunstoffteller anstelle der kleinen ideal.

Mehr Details zu den einzelnen Wanderstöcken und Tipps für den richtigen Umgang präsentieren die März-Ausgabe und www.konsument.at

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