WIR GRATULIEREN Runde Geburtstage im März

Wien (PK) – Im März feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Bundesrat Johann GRILLENBERGER (S) – 65. Geburtstag am 3. März,

der Dritte Präsident des Nationalrats und Bundesminister a.D. Abgeordneter Dr. Werner FASSLABEND (V) – 60. Geburtstag am 5. März,

der Vizekanzler und Bundesminister a.D. und ehemalige Abgeordnete Dr. Norbert STEGER (F) – 60. Geburtstag am 6. März,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Gottfried FEURSTEIN (V) – 65. Geburtstag am 7. März,

die Vorsitzende des Bundesrats a.D. und ehemalige Abgeordnete Dr. Helga HIEDEN-SOMMER (S) – 70. Geburtstag am 11. März,

der ehemalige Abgeordnete Helmut WOLF (S) – 65. Geburtstag am 15. März,

der ehemalige Abgeordnete Kurt PREUSSLER (S) – 85. Geburtstag am 26. März,

der ehemalige Abgeordnete Helmut BRAUN (S) – 70. Geburtstag am 28. März,

der ehemalige Abgeordnete Werner MELTER (F) – 80. Geburtstag am 28. März,

die ehemalige Bundesrätin Emmy GÖBER (V) – 75. Geburtstag am 30. März.

NORBERT STEGER 60

Am 6. März feiert der ehemalige Vizekanzler und FPÖ-Obmann Norbert Steger seinen 60. Geburtstag. Geboren 1944 in Wien begann der spätere Spitzenpolitiker seine Karriere bei den Wiener Sängerknaben. Diesem Alter entwachsen, absolvierte er die Bundeslehrerbildungsanstalt, wo unter anderen Helmut Zilk zu seinen Lehrern zählte. Ab 1964 studierte Steger Rechtswissenschaften und promovierte 1970 zum Doktor der Rechte.

Schon in frühen Jahren trat Steger der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft bei und wurde 1965 stellvertretender Obmann des Rings Freiheitlicher Studenten, bei denen damals seine späteren Regierungskollegen Friedhelm Frischenschlager und Holger Bauer eine führende Rolle einnahmen. Die FPÖ befand sich in jenen Jahren in einem ideologischen Wettbewerb zwischen "liberalem" und "nationalem" Flügel, und Steger schlug sich auf die Seite der Liberalen. Mit Volker Kier und anderen gründete er 1970 den so genannten Atterseekreis, der sich als ideologisches Gegengewicht zum deutschnationalen Reinthallerkreis verstand. 1975 wurde Steger stellvertretender Obmann der FPÖ Wien und eröffnete zudem seine eigene Anwaltskanzlei.

1977 übernahm Steger den Vorsitz über die Wiener FPÖ und wurde ein Jahr später beim Ausscheiden von Friedrich Peter aus der Parteiführung Alexander Götz´ Stellvertreter als Bundesparteiobmann. Götz zog sich jedoch alsbald wieder aus seinem Amt zurück, nachdem er 1979 die Nationalratswahlen gegen Bruno Kreiskys SPÖ klar verloren hatte. Steger setzte sich in einer Stichwahl gegen Harald Ofner durch und wurde so nach Reinthaller, Peter und Götz der vierte Bundesobmann in der Geschichte der FPÖ. Bereits kurz zuvor, nämlich im Juni 1979, war Steger für seine Partei in den Nationalrat eingezogen.

Beim Urnengang im April 1983 konnte die FPÖ zwar auch nicht wirklich reüssieren (sie gewann nur einen Sitz hinzu), doch der Verlust der absoluten Mehrheit veranlasste die SPÖ, eine Koalition mit den Freiheitlichen einzugehen. Norbert Steger wurde unter Fred Sinowatz Vizekanzler und Handelsminister.

Die so genannte "Kleine Koalition" war nicht wirklich vom Glück begünstigt. Weinskandal, VOEST-Debakel, Aubesetzung, Reder-Handschlag waren nur einige der Themen, bei denen der Regierung der Wind scharf ins Gesicht blies. Spätestens Anfang 1986 musste die FPÖ ernsthaft fürchten, bei allfälligen Neuwahlen aus dem Nationalrat hinaus gewählt zu werden. Jörg Haider als Obmann der Kärntner Landesgruppe sammelte die mit der Politik Stegers unzufriedenen Freiheitlichen und setzte sich am Innsbrucker Parteitag im September 1986 gegen Steger durch. Franz Vranitzky, der im Juni 1986 Sinowatz als Kanzler nachgefolgt war, beendete daraufhin die Koalition mit der FPÖ und schrieb Neuwahlen aus. Für den unterlegenen Kandidaten Steger fand sich in der FPÖ kein Platz mehr, er schied daher Ende Dezember 1986 aus den Reihen der Abgeordneten aus. Im Januar 1987 endete auch die Zeit seiner Regierungsverantwortung, bildete Vranitzky nun doch eine "Grosse Koalition" mit der ÖVP. Mit 42 Jahren war Steger "Politpensionist" geworden und setzte seine Karriere als Rechtsanwalt fort.

GOTTFRIED FEURSTEIN 65

Einen runden Geburtstag feiert im März auch der langjährige Sozialsprecher der ÖVP Gottfried Feurstein. Geboren am 7. März 1939 in Andelsbuch, besuchte er dortselbst die Volksschule, ehe er 1958 an der Handelsakademie in Bregenz maturierte. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck und promovierte dort 1963 zum Doktor.

In jenem Jahr trat Feurstein auch in den Dienst der Vorarlberger Landesregierung, wo er seit 1967 Leiter der Landesstelle für Statistik war. Daneben engagierte er sich in der konservativen Arbeitnehmerbewegung und wurde als anerkannter Sozialexperte der ÖVP im November 1975 erstmals in den Nationalrat entsandt, dem er in der Folge durch mehr als 27 Jahre hindurch angehören sollte. In dieser Zeit bildete Feurstein das "soziale Gewissen" seiner Partei, dessen Handschrift zahllose Sozialvorlagen nachhaltig prägte. Kaum eine ASVG-Novelle in diesem Zeitraum, die nicht von Feurstein maßgeblich mitgeprägt worden wäre. Im Dezember 2002 schied der Vorarlberger im Alter von 63 Jahren aus dem Parlament aus. (Schluss)

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