Informationskampagne zur "Wohnbauförderung Neu"

Prokop: Niederösterreichs Modell hat Vorbildwirkung in Europa

St. Pölten (NLK) - Im Rahmen einer Pressekonferenz in Krems informierten heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und ÖVP-Landesgeschäftsführer Mag. Gerhard Karner über die "Wohnbauförderung Neu" und die in diesem Zusammenhang geplanten Kampagnen. "Das große Interesse und die positiven Rückmeldungen bei zahlreichen Veranstaltungen in allen Regionen zeigen uns, das es richtig war, eine Wohnbauförderung zu initiieren, die eine sozial ausgewogene Basisförderung bietet, ökologische Schwerpunkte setzt und österreichweite sowie europaweite Vorbildwirkung hat", meinte Prokop. Mit der "Wohnbauförderung Neu" sei Niederösterreich Spitzenreiter in ganz Europa. Wenn am 1. Jänner 2006 der verpflichtende "Europäische Gebäudeausweis" in Kraft trete, habe die niederösterreichische Bauwirtschaft durch die "Wohnbauförderung Neu" bereits zwei Jahre Vorlaufzeit zur Umstellung und Erprobung des neuen Standards gewonnen. Man habe damit internationale Aufmerksamkeit für den niederösterreichischen Weg erreichen können. Außerdem sei die "Wohnbauförderung Neu" ein Schritt in Richtung Erreichung der Kyoto-Ziele.

Karner betonte, dass durch die Wohnbauförderung jährlich 30.000 Arbeitsplätze in der niederösterreichischen Bauwirtschaft gesichert werden und die Umwelt geschont und jungen Familien geholfen wird. Um die Öffentlichkeit detailliert über die neue Wohnbauförderung zu informieren, werde in den nächsten Wochen eine Plakatserie starten. Außerdem sei eine Hotline mit der Nummer 02742/9005-1
9500 eingerichtet worden. Seit 1. Dezember 2003 sind bei dieser Hotline rund 500 Anrufe eingegangen. Beratung erhalten Hausbauer und Sanierer außerdem von externen fachkundigen Beratern, den Stellen der NÖ Umweltberatung, den Betrieben des ÖKO Bau-Clusters, autorisierten Wohnbauberatern und der Donau-Universität Krems, die nach Abschluss des Baus den erreichten Wert auch überprüft.

Die "Wohnbauförderung Neu" ist seit 1. Jänner 2004 in Kraft. Jedes Haus, das seitdem mit dieser Förderung gebaut wird, benötigt den sogenannten "NÖ Energieausweis". Dieser gibt den Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Heizperiode an, was als "Energiekennzahl" bezeichnet wird. Durch diese erhält der Hausbesitzer einen Nachweis über den Energieverbrauch seines Eigenheims. Aus der "Energiekennzahl" wird auch die Basisförderung, die der Bauherr erhält, berechnet. Je niedriger die Zahl ist, desto höher sind die Förderung und die langfristige Ersparnis bei den monatlichen Betriebskosten. Zusätzlich zur Basisförderung werden künftig, je nach sozialer und familiärer Situation, weitere "verbesserte" Förderungen vergeben. So erhält beispielsweise jeder niederösterreichische Arbeitnehmer zusätzlich 2.200 Euro, Jungfamilien bekommen zusätzlich 3.650 Euro und für jedes Kind gibt es nochmals 5.850 Euro. Jeder "behinderte" Hausbewohner ist dem Land weitere 7.300 Euro an Fördergeld wert. Die sogenannte "Superförderung" und die "Wohnbeihilfe" bleiben unverändert. Außerdem sollen mit der Althaussanierung erhaltenswerte Bausubstanzen geschützt und Baulandressourcen geschont werden. Seit Mitte 2002 wurde mit dem neuen Fördermodell bereits Erfahrung gesammelt. Seitdem wurden 1.025 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern nach dem neuen Modell errichtet und gefördert. Für 800 Eigenheime wurde seit 1. Jänner 2003 eine ökologische Förderung bewilligt.

Nähere Informationen: Büro LHStv. Liese Prokop, Mag. Florian Aigner, Telefon 02742/9005-12199, e-mail florian.aigner@noel.gv.at bzw. Wohnbauhotline 02742/9005-19500

Rückfragen & Kontakt:

Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12156
http://www.noe.gv.at/nlk

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK0008