Grünewald: Gehrers Uni-Zuschuss ist zu wenig

Weltklasse-Unis sind mit Letztklasse-Budget nicht zu erreichen

Wien (OTS) - Der Grüne Wissenschaftssprecher, Kurt Grünewald, reagiert irritiert auf Ministerin Gehrers Ankündigung, den 21 österreichischen Universitäten für das laufende Budgetjahr einen Zuschuss in Höhe von 600.000 Euro zur Verfügung zu stellen. "Dieser Zuschuss von 600.000 Euro ist einfach zu wenig. Damit können nicht einmal die Überstunden von BundesärztInnen an den Universitätskliniken abgedeckt werden. Auch die wichtigen Zuschüsse für Reisekosten, Kongresse und internationale Meetings für junge WissenschaftlerInnen gibt es nicht mehr. Es ist unglaublich, aber anscheinend wahr, dass in Österreich eine Regierung von Weltklasse-Universitäten spricht und nicht bereit ist, für dieses Ziel ein entsprechendes Budget bereitzustellen. Weltklasse-Unis mit einem Letztklasse-Budget schaffen zu wollen, geht nicht", so Grünewald.

Um den eklatanten Ressourcenmangel an den heimischen Universitäten wettzumachen und die Mindestvoraussetzungen für Gehrers Weltklasse-Projekt zu schaffen, bedürfe es laut Grünewald einer deutlicheren Aufstockung des Uni- Gesamtbudgets. Aus diesem Grund bringe er gemeinsam mit Josef Broukal von der SPÖ einen neuerlichen Antrag auf 100 Mio. Euro Soforthilfe für die Unis ein. "100 Millionen Euro für dieses Budgetjahr würden für die Unis eine wesentliche Unterstützung sein, aber 0,6 % davon sind eine Farce. Eine an Realitätsverlust leidende Regierung wird immer mehr zu einem fast unerträglichen Problem", so Grünewald abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005