Weinzinger: ÖVP verteidigt mit Zähnen und Klauen Recht auf Tierquälerei

Grüne bringen mittels Anfragebesprechung Thema Tierschutz ins Parlament

Wien (OTS) - Nach dem Pfusch der ÖVP beim Tierschutzgesetz wird dieses Thema heute auch Gegenstand einer Debatte im Parlament sein. Die Grünen werden in einer Anfragebesprechung die Frage von Tierschutzstandards und tierquälerischen Praktiken in der Landwirtschaft thematisieren. In einer Anfragebeantwortung hatte Landwirtschaftsminister Pröll dargelegt, dass für die ÖVP das niedrigste Niveau im Tierschutz gerade recht sei und alle gängigen tierquälerischen Praktiken in der Landwirtschaft weiter erlaubt sein sollen - wie etwa das Kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung oder die Haltung von Rindern ohne Einstreu auf Vollspaltenböden. "Die ÖVP verteidigt mit Zähnen und Klauen das Recht auf Tierquälerei. Deshalb sollen diese unfassbaren Aussagen im Parlament zur Sprache kommen", kündigt Brigid Weinzinger, Tierschutzsprecherin der Grünen, an.

'Ein Fortbestand von Länderbestimmungen kann nicht Zielsetzung eines Bundestierschutzgesetzes sein', formulierte etwa Pröll auf die Frage, ob das neue Gesetz sicherstellen würde, dass bestehende Tierschutzstandards nicht unterschritten werden. Diese Antwort Prölls bedeutet nichts anderes, als dass seitens der ÖVP die Absicht besteht, dass das in fünf Bundesländern bestehende Käfigverbot für Legehennen wieder ausgehebelt werden soll. "Das Ziel der ÖVP ist es, schlechtere Tierschutzstandards als die derzeit bestehenden gesetzlich festzuschreiben und den Interessen der Agrarlobby hemmungslos nachzugeben", so Weinzinger.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003