Presseerklärung von Botschafter Tirivafi John Kangai - Stellungnahme zu den Verlängerungen der EU Sanktionen gegen Zimbabwe, 23 Februar 2004

Wien (OTS) - Die Botschaft von Zimbabwe in Wien möchte zu den Verlängerung der EU Sanktionen gegen Zimbabwe folgende Beobachtungen und Ausführungen anstellen:

Daß, die Europäische Union die Sanktionen gegen Zimbabwe verlängerte, ist sehr bedauerlich und zielt darauf ab, Britische Kolonialmacht und Vorherrschaft auf Zimbabwe auszuüben, indem sie die Menschen gegen eine demokratisch gewählte Regierung von President Robert Mugabe aufwiegeln. Es ist ganz klar und bewiesen, daß diese Sanktionen bestimmt waren, den Menschen von Zimbabwe zu schaden, um Leid und Pein zu verursachen.

Es ist sehr bedauerlich, daß Großbritannien immer wieder die EU in dieser ungelösten rassistischen kolonialen Angelegenheit hineinzieht.

Es ist zu erwarten, daß vielseitige und erfahrene Institutionen der EU und Mitgliedsstaaten der EU, Großbritannien dazu überreden würden, mit Zimbabwe einen Dialog einzugehen, mit dem Ziel die Landfrage zu klären. Die EU ist verpflichtet, wie in jeder kolonialen Debatte, sich mit Zimbabwe als auch Großbritannien einzulassen, um einen Ausweg aus der Pattsituation zu finden: Großbritanniens Weigerung den Verpflichtungen des Lancaster House Agreement von 1979 nachzukommen.

Die starre Haltung der EU Sanktionen, diktiert und initiiert von der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien, ist eine Enttäuschung. Es ist bedauerlich, daß die EU weiterhin von England beeinflusst wird im kolonialen und bilateralen Landdisput zwischen Zimbabwe und Britannien. Großbritannien benutzt die EU um vom Kernpunkt abzulenken - die Lösung eines Kolonialerbes einer verzerrten Landverteilung. Die Landumverteilung befindet sich im Endstadium, und wird derzeit von der Regierung von Robert Mugabe beschlossen. Naturgemäß, werden Abschlußverhandlungen der Landreform Nachfahren aus Großbritannien direkt betreffen.

Ein Friedensvertrag wurde 1979 im Lancaster House vereinbart zwischen den Freiheitskämpfern, angeführt von Robert Mugabe und den verstorbenen Präsidenten Joshua Nkomo und Großbritannien. Ein großer Teil des Vertrages beinhaltet die Abwicklung der Landfrage. Sie konnte nicht fortgesetzt werden, da Premierminister Tony Blair sich weigerte, im Jahr 2000, seinen Verpflichtungen nachzukommen und die Landumverteilung finanziell zu unterstützen. Dies war der Anlass für die Invasion und Besetzung von weißen Großfarmern durch Zimbabwanische Kriegsveteranen. (Land welches kostenlos von den Einheimischen weggenommen wurde)

Es wird nochmals festgehalten, daß ungeachtet der EU Sanktionen, die Regierung von Zimbabwe in der unabänderlichen Schlußrunde der Landumverteilung angelangt ist. Nichts wird Zimbabwe davon aufhalten den Auftrag der Landreform auszuführen, um sicherzustellen, daß das Land von allen profitiert wird.

Es ist zu hoffen, daß in naher Zukunft die Augen der EU geöffnet wird, und sie einsieht, daß es ein Fehler war, unilaterale und illegale Sanktionen gegen ein Mitglied der Vereinten Nationen zu verhängen, und die Lügen der Briten abweisen und sie als Verrat an Zimbabwe anerkennen.

Der einzige Weg nach vorne, ist sich mit Zimbabwe einzulassen und nicht das Land zu isolieren.

Tirivafi John Kangai BOTSCHAFTER/STÄNDIGER VERTRETER

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