Faszination "Universum" im ORF: Die Programmhighlights im Frühjahr

Sechsteiler über das "Wilde Australien" startet am 2. März in ORF 2

Wien (OTS) - Der ORF gehört dank "Universum" mittlerweile zu den bedeutendsten Naturfilmproduzenten der Welt. BBC, Discovery Channel und andere Giganten des Dokumentarfilms holen den ORF immer öfter als mitbestimmenden Partner ins Boot. Das zeigt auch ein Blick auf die "Universum"-Highlights der bevorstehenden Wochen und Monate.

Faszinierende Länder und Landschaften, historische Ausflüge ins alte Ägypten und nach Pompeji, die Abenteuerlust des Österreichers Bruno Baumann und das Leben der Berggorillas - dies sind nur einige der Top-Dokus, die "Universum" seinen Sehern demnächst bietet. Im Folgenden ein Überblick über die Programmhöhepunkte der beliebten ORF-Reihe im Frühjahr 2004 (alle 20.15 Uhr, ORF 2):

Donnerstag, 26. Februar: Gobi - Allein durch die Wüste
Ein Film von Jan Bernotat, Stereo und 16:9

Er hat es geschafft: Als erster Mensch durchquerte der österreichische Abenteurer Bruno Baumann im Herbst 2003 allein einen Teil der Wüste Gobi. In zwei Wochen durchwanderte er die 500 Kilometer lange extreme Sandwüste und führte ein filmisches Tagebuch über seinen Fußmarsch ohne fremde Hilfe. "Gegen Ende ist es sehr knapp geworden, vor allem wegen der plötzlich einsetzenden Kälte", meinte ein erschöpfter Baumann nach dem Gewaltmarsch durch eine der lebensfeindlichsten Wüsten der Welt. Der Film dokumentiert dieses Extremabenteuer und jene Expedition, die der Österreicher zur Vorbereitung unternehmen musste. Eine Koproduktion von ORF und Friends Production.

Jeweils Dienstag, 2., 9., 16. und 23. März sowie 6. und 13. April:
Down Under - Wildes Australien
Eine Dokumentation von Neil Nightingale, Stereo und 16:9

Der Inselkontinent Australien verfügt über natürliche Reichtümer wie kein anderer Kontinent der Erde. Von den tropischen Dschungelregionen und den Weiten der Korallenriffe, über brennend heiße Wüsten und schneebedeckte Gipfel bis zu den Wäldern der gemäßigten Breiten und winzigen Inseln vor der Küste - Australien ist ein Land von außergewöhnlicher Pracht. Im Stil der Serien "Wildes Afrika" und "Südamerika - Kontinent der Superlative" führt dieser Sechsteiler durch jenen Kontinent, der von einer erstaunlichen Mixtur aus fremdartigen und oft todbringenden Geschöpfen bewohnt wird: Hier leben flugunfähige Vögel, während Kletterbeutler durch die Lüfte gleiten, Säugetiere, die Eier legen, Quallen, deren Gift ausreicht, um einen Menschen zu töten, und Fledermäuse, die bevorzugt auf Fischjagd gehen. Eine Koproduktion von BBC und ORF.

Donnerstag, 18. März: Pompeji - Der letzte Tag
Eine Dokumentation von Peter Nicholson und Ailsa Orr, Stereo und 16:9

Eine wohlhabende, schmucke Stadt in Süditalien versinkt innerhalb weniger Stunden in Staub und Stein, Elend und Tod - der Ausbruch des Vesuvs am 24. August des Jahres 79 n. Chr. ist die größte Naturkatastrophe der Antike. Sie hinterlässt - in Asche gebannt - die gespenstischen Zeugnisse der Vulkanexplosion: Liebespaare in Umarmung, Diebe, die Geldbeutel umklammern, oder eine junge Frau, die in die Gladiatoren-Kaserne geflüchtet ist. Diese opulente "Universum"-Dokumentation zeichnet die letzten Momente im Leben der römischen Stadt Pompeji und ihrer Bewohner nach, verknüpft menschliche Schicksale mit archäologischen Funden und spannende Spielfilmelemente mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine Koproduktion von BBC, ORF, Discovery Channel und NDR.

Donnerstag, 1. April: Andalusien - Land zwischen Himmel und Hölle Ein Film von Jan Haft und Christian Roth, Stereo und 16:9

Im Süden der Iberischen Halbinsel liegt die spanische Provinz Andalusien. Es ist eine Kultur -und Naturlandschaft voller Gegensätze. Die Städte Andalusiens sind berühmt für ihre zahlreichen Ferias und Fiestas - lebendige Traditionen, die in der Lebensweise und im Glauben der Menschen tief verwurzelt sind. Ob Osterfeuer, Pfingstprozession, traditioneller Pferdemarkt, Stierzucht oder Korkernte - alles scheint im Einklang mit den Abläufen in der Natur zu stehen. Einer Natur, die innerhalb der Provinz Andalusien verschiedenste Gesichter hat: Im Osten erstreckt sich die karge Hügellandschaft der Tabernas, der einzigen Wüste des europäischen Kontinents. Im Westen, zwischen Sevilla und dem Atlantik, liegt mit dem Donana-Nationalpark eine Welt aus Sümpfen und Seen. Es ist ein Paradies für wilde Pferde, Rinderherden und seltene Wasservogelarten. An der Küste im Süden, direkt gegenüber dem afrikanischen Festland, erheben sich die Gipfel der Sierra Nevada - nach den Alpen das höchste Gebirge Europas. Eine Koproduktion von NDR und ORF.

Dienstag, 4. Mai: Die Macht des Mondes
Eine Dokumentation von Peter Crawford, Stereo und 16:9

Seit fast vier Milliarden Jahren umkreist ein einflussreicher Trabant unseren Planeten. Seine Schwerkraft gibt den Takt der Gezeiten vor, seine Umlaufbahn von 28 Tagen bildet die elementare Maßeinheit des Lebens. Niemand - vom Kleinkrebs bis zum Menschen - kann sich dem lunaren Zyklus entziehen. Der Mond löst Massen-Migrationen und myriadenfache Fortpflanzung aus, bedingt Jagdtechniken und Überlebenstricks, steuert Begegnungen und Lebensgeschwindigkeiten. Als Einstimmung zur Mondfinsternis am Abend der Ausstrahlung bietet diese BBC-Dokumentation verblüffende Einsichten in die Macht des Mondes, der das Leben auf vielfältige Art in seinen Bann zieht. Eine Koproduktion von BBC und ORF.

Donnerstag, 6. Mai: Die alten Ägypter - Grabraub in Luxor
Eine Dokumentation von Ben Goold und Tony Mitchell, Stereo und 16:9

Der Oktober des Jahres 1110 vor Christus: Ein Skandal erschüttert die heilige Stadt Theben. Einige der Pharaonen-Gräber im Tal der Könige wurden geschändet und geplündert. Ein verdächtiger Arbeiter wird verhört und gefoltert. Doch das ist kein normaler Kriminalfall -hinter dem Frevel steht ein System von Räubern, Hehlern, korrupten Priestern und Politikern. Weiß der Verdächtige genug, um einige der mächtigsten Männer Ägyptens zu Fall zu bringen? Diese spannende Geschichte hat Jahrtausende auf löchrigem Papyrus und behauenem Sandstein überdauert - und lieferte die Grundlage für einen Film, der neue Maßstäbe für historische Dokumentation setzt: Hunderte Darsteller wurden mit mehr als 1.000 Kostümen auf Originalschauplätzen in absoluter Spielfilmqualität inszeniert, 3-D-Animationen und aufwendige Set-Bauten lassen die faszinierendste Kultur des Altertums neu erstehen. Mit einem Budget von fast neun Millionen Euro und beispiellosem kreativen und technischen Aufwand ermöglicht die Dokumentation einen Einblick in Alltag und historische Zusammenhänge des Alten Ägyptens, wie er zuvor noch nie möglich war. Eine Koproduktion von ORF, GRANADA MEDIA und NDR.

Dienstag, 18. Mai: Die Gorillas meines Großvaters
Eine Dokumentation von Harald Pokieser und Adrian Warren, Stereo und 16:9

Dieser Film erzählt die Geschichte der Berggorillas, ihrer Entdeckung und wechselvollen Beziehung zu den Menschen und folgt mit der Kamera Andreas von Beringe auf einer Reise in die Virunga-Berge in Ruanda. Vor hundert Jahren "entdeckte" Andreas' Großvater, Hauptmann Robert von Beringe, damals Befehlshaber der deutschen Kolonialtruppen in Ostafrika die Berggorillas. Bald darauf stand fest, dass es sich um eine neue Art handelte, die wesentlich größer als die bereits bekannten Tieflandgorillas war. Der lokalen Bevölkerung waren die großen Affen längst bekannt. Sie erzählten Schauergeschichten von menschenähnlichen Wesen, die aus den Wäldern kamen und die Felder plünderten. Von Beringes Begegnung mit den Gorillas war ein Desaster:
Erstens wurden dabei zwei Tiere erschossen, zweitens war dies der Beginn jahrzehntelanger Verfolgung und Bejagung. Diese Dokumentation erzählt über den Wandel im Verhältnis Gorilla und Mensch im Laufe des 20. Jahrhunderts. Von den Jagdgewehren des Hauptmanns von Beringe über den Gesinnungswandel von Carl Akeley, der vom Jäger zum Naturschützer wurde, der ersten großen wissenschaftlichen Studie von George Schaller bis hin zur legendären Dian Fossey und ihren Nachfolgern. Eine Koproduktion von ORF, DDE und WDR.

Dienstag, 25. Mai: Wildes Rio
Eine Dokumentation von Christian Baumeister, Stereo und 16:9

Traumstadt Rio de Janeiro - weltberühmt für ihren farbenprächtigen Karneval, heiße Sambarhythmen und kilometerweite Sandstrände. Was nur wenige wissen: Die Zehn-Millionen-Metropole ist auch die Heimat exotischer Wildtiere. Der Tropenwald reicht fast bis ins Stadtzentrum - Begegnungen mit Kaimanen im Swimmingpool und plündernden Affenbanden, die sogar in Hochhausappartements eindringen, sind an der Tagesordnung. Majestätische Flugaufnahmen rund um den Zuckerhut zeigen den fließenden Übergang zwischen Natur und Stadt. Regelmäßig kommt es hier zu Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Kapuzineräffchen stehlen Nahrungsmittel vom Frühstückstisch, in den Armenvierteln sind Schlangen eine tödliche Gefahr, Krallenaffen tummeln sich in den Baumkronen der City, nachts umflattern Fledermäuse die Bürohäuser. Und am Strand von Ipanema teilen sich Krabben den weißen Sand mit Sonnenanbetern. Inmitten der pulsierenden City schlägt das wilde Herz Brasiliens, teils im Verborgenen teils offen zwischen den Einwohnern der Stadt. Der Film "Wildes Rio" zeichnet ein prächtiges, noch nie gesehenes Bild der brasilianischen Metropole und endet im alljährlichen Höhepunkt: dem weltberühmten Karneval. Eine Koproduktion von NDR und ORF.

Dienstag, 8. Juni: Made in Taiwan
Eine Dokumentation von Michael Schlamberger und Nick Upton, Stereo und 16:9

Die Insel Taiwan hat eine wechselvolle Naturgeschichte hinter sich -ständig umstürmt vom bekannt launenhaften Chinesischen Meer und regelmäßig erschüttert von einer hoch aktiven geologischen Nahtstelle. Hier haben sich die Kontinentalplatten zu Südostasiens höchsten Gipfeln überworfen, über die Tropenstürme Regenmengen von mehreren Metern innerhalb weniger Stunden ergießen. Zu Erdbeben und Taifunen kam in den vergangenen Jahrzehnten noch eine überaus stürmische menschliche Besiedelung und Industrialisierung. Doch in den schwer zugänglichen Bergregionen im Zentrum der Insel konnte sich eine enorm vielfältige Tierwelt erhalten. Taiwan versammelt unterschiedlichste Klimazonen und Lebensräume auf engstem Raum - von Mangrovenküsten und Regenwald bis zu eisbedeckten Gipfeln. Solch abwechslungsreiches Terrain hat auch die entsprechenden Bewohner:
Taiwan beherbergt spezielle Arten von Kragenbären, Formosa-Makaken, Schuppentieren, Sikahirschen und Wildziegen, die sich die ausgedehnten Wälder mit Sonnendachsen, Zibetkatzen und Mangusten, Riesengleithörnchen, spektakulären Pfauen- und Bartvogel-Arten teilen. Eine Koproduktion von ORF, BBC und WDR.

Donnerstag, 17. Juni: Die alten Ägypter - Mord im Tempel
Eine Dokumentation von Ben Goold und Tony Mitchell, Stereo und 16:9

März des Jahres 632 vor unserer Zeitrechnung: Eine Gruppe von Priestern trifft heimlich zusammen, um einen Mordanschlag zu planen. Ort des Attentats: der Amun-Tempel von Teudjoi in Mittelägypten. Das Ziel: der Cousin des Pharaos, Petiese. Dieser Anschlag könnte eine 30-jährige politische Fehde beenden. Oder eine ganze Stadt ins Verderben stürzen. Die Zeugnisse dieses dramatischen Komplotts und seiner Vorgeschichte stammen aus authentischen Berichten und Forschungsergebnissen, die Akteure haben tatsächlich gelebt. Diese Dokumentation setzt Vorstellungswelt und politische Ränke im Alten Ägypten in Spielfilmqualität in Szene. Mit einem Multimillionen-Budget sowie beispiellosem kreativen und technischen Aufwand gibt die Dokumentation einen Einblick in Alltag und historische Zusammenhänge des Alten Ägyptens, wie er zuvor noch nie möglich war. Eine Koproduktion von ORF, GRANADA MEDIA und NDR.

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