ÖAMTC fordert staatliche Förderung für Partikelfilter (Teil 2)

ÖAMTC-Leasing bietet mit Raiffeisen erste Sofortmaßnahme

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die überaus positiven Ergebnisse des ÖAMTC-Diesel-Partikelfilter-Tests unterstreichen die Forderung des Clubs nach staatlicher Förderung zur raschen Erneuerung des heimischen Diesel-Fuhrparks. Die Ergebnisse sind überzeugend und erzwingen geradezu rasche Schritte zur Schonung der Luftqualität.

Bis zur Einführung einer staatlichen Förderung startet der ÖAMTC gemeinsam mit Raiffeisen-Leasing eine eigene Förderungsaktion als Anreiz zum Kauf von Dieselfahrzeugen mit modernen Abgasreinigungsanlagen. Ab sofort ersparen sich alle, die ihr Dieselfahrzeug mit Partikelfilter durch ÖAMTC-Leasing finanzieren, 300 Euro. Die Ersparnis von 300 Euro gibt es beim Kauf eines Neuwagens ebenso wie beim Kauf eines Gebrauchtfahrzeuges mit Partikelfilter. Aber auch beim nachträglichen Einbau eines Partikelfilters in ein durch einen neuen ÖAMTC-Leasing-Vertrag finanziertes Fahrzeug kann man 300 Euro Ersparnis lukrieren.

"Mit dieser privatwirtschaftlichen Förderaktion will der Club gemeinsam mit Raiffeisen-Leasing einen Anreiz zur rascheren Erneuerung des heimischen Diesel-Fuhrparks schaffen und damit für eine bessere Luftqualität sorgen", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. Die Abwicklung der jeweiligen Leasing-Vereinbarung erfolgt über die ÖAMTC-Dienststellen.

"Die Erkenntnisse aus unserem Test lassen nur den einen Schluss zu, dass wir die neue Technologie so rasch wie möglich brauchen, und nicht solange warten, bis strengere EU-Vorschriften kommen", so ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang.

Die Experten des ÖAMTC sind überzeugt, dass die österreichische Bundesregierung, allen voran Umweltminister Josef Pröll, großes Interesse an einem derartigen ökologischen Beschleunigungsvorgang hat. Deshalb hat auch der Club dem Ministerium die Testergebnisse präsentiert.

Die EU-Abgasregelung, die so strenge Grenzwerte vorschreibt, wie sie ein Partikelfilterauto erfüllt, wird frühestens in fünf bis sechs Jahren wirksam. Österreich kann für eine bessere Luftqualität im Alleingang keine strengeren Vorschriften erlassen, daher ist ein Anreiz durch eine Förderung für eine rasche freiwillige Anschaffung schadstoffarmer Dieselfahrzeuge mit niedrigen Partikel- und Stickoxid-Emissionen notwendig. Dies sieht der ÖAMTC als logische Fortsetzung seiner vor einem Jahr gestarteten Aktion "Sauberer Diesel", die als ersten Erfolg bereits seit Anfang des Jahres schwefelfreien Kraftstoff in Österreich gebracht hat.

Die Clubexperten sehen nun die Politik gefordert, jene Käufer von Dieselfahrzeugen zu belohnen, die auf die neueste Technologie umsteigen.

Ähnlich wie einst bei der Einführung des Katalysators sollten auch diesmal die Mehrkosten für jene, die sich freiwillig für die fortschrittliche Technologie zur Emissionsreduktion entscheiden, durch Förderung abgegolten werden. Für ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin, Elisabeth Brugger-Brandau, steht daher fest, dass eine Förderung kommen muss: "Über die Art der Förderung ist der ÖAMTC gesprächsbereit. Wichtig ist dem Club, dass man ohne großen administrativen Aufwand auskommt." Eine geeignete Variante wäre etwa die entsprechende Absenkung der NoVA (Normverbrauchsabgabe) für sauberen Diesel, aber auch eine Bonuszahlung bar auf die Hand ist für den Club denkbar. Brugger-Brandau: "Geld für Förderungen ist jedenfalls genug da. Die Mehreinnahmen aus der seit Jahresanfang erhöhten Mineralölsteuer für schwefelfreien Dieselkraftstoff betragen pro Jahr - ohne Mehrwertsteuer - mindestens 100 Millionen Euro." Damit, rechnet der ÖAMTC vor, könnten praktisch alle Diesel-Neuzulassungen mit je 600 Euro gefördert werden.

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ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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