ÖAMTC-Test belegt, dass Diesel-Partikelfilter hoch wirksam sind (Teil 1)

Club fordert staatliche Förderung für effiziente, moderne Abgasreinigung

Wien (ÖAMTC-Presse) - Ein ÖAMTC-Test beweist, der Partikelfilter wirkt. Der ÖAMTC und seine deutschen und holländischen Schwesterclubs, ADAC und ANWB, haben die Probe aufs Exempel gemacht und anhand wissenschaftlicher Vergleichsmessungen nachgewiesen, was moderne Abgasreinigung samt Partikelfilter tatsächlich bewirken kann. "Der Partikelausstoß kann mit einem Filter auf nahezu Null reduziert, der Anteil an Stickoxiden in den Abgasen mittels entsprechendem Motormanagement oder spezieller Katalysatoren etwa halbiert werden", betont ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang.

Folgende Testkandidaten wurden vom ÖAMTC und seinen Schwesterclubs unter Laborbedingungen im Fahrzyklus hinsichtlich Schadstoffausstoß und Verbrauch verglichen: Mercedes E 220 CDI mit und ohne Partikelfilter, Toyota Avensis mit und ohne NOx-Kat und Partikelfilter, VW Passat TDI 2,0 mit Partikelfilter und Passat TDI 1,9 ohne Partikelfilter sowie Peugeot 307 HDI, den es nur mit Filter gibt. Die derzeit gültigen Euro-3-Grenzwerte erfüllen alle Fahrzeuge, der Toyota Avensis bleibt auch ohne Filter und NOx-Kat unter den ab 2005 gültigen Euro-4-Limits.

Die Testergebnisse liegen teilweise viel besser als es die zukünftigen Euro-4-Grenzwerte fordern. "Mit den heute verfügbaren Methoden der Abgasreinigung unterlaufen alle Prüflinge spielerisch die Limits. Etwa bei den Partikeln, wo statt der künftig gestatteten 0,025 g sogar Werte um 0,001 g erzielt werden", sagt Lang.

Alle Fahrzeuge mit Partikelfilter brauchen 3 bis 8 Prozent mehr Kraftstoff als die Vergleichsmodelle, was überwiegend an der Einspritzdosierung liegt, die zwecks NOx-Reduktion fetter ausfällt. Der fürs gelegentliche Abbrennen der verrußten Filtersysteme bei manchen Anlagen zusätzlich eingesetzte Kraftstoff ist dagegen vernachlässigbar.

Eine Betrachtung der monatlichen Autokosten zeigt, dass die Verbesserung des Schadstoffausstoßes nicht zum Nulltarif zu haben ist. Mehrkosten von 6 bis 16 Euro pro Monat müssen in Kauf genommen werden. Die Mehrkosten beim Fahrzeugkauf liegen bei 600 bis 900 Euro. Die Fahrleistungen werden bei keinem der untersuchten Modelle durch die Schadstoffreduktion verschlechtert.

Im Test wurden auch zwei Nachrüst-Filtersysteme getestet, wobei in einem Fall die Partikel auf 0,001 g reduziert wurden. Stickoxide und Verbrauch werden aber durch beide Nachrüstsysteme kaum beeinflusst.

Die detaillierten Testergebnisse und eine aktuelle Liste der mit modernster Abgasreinigung erhältlichen Diesel-Modelle findet man im Internet auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/.

Club fordert Förderung für Partikelfilter und startet erste Sofortmaßnahme

Bis zur Einführung einer staatlichen Förderung startet der ÖAMTC gemeinsam mit Raiffeisen-Leasing eine eigene Förderungsaktion als Anreiz zum Kauf von Dieselfahrzeugen mit modernen Abgasreinigungsanlagen. Ab sofort ersparen sich alle, die ihr Dieselfahrzeug mit Partikelfilter durch ÖAMTC-Leasing finanzieren, 300 Euro. Die Ersparnis von 300 Euro gibt es beim Kauf eines Neuwagens ebenso wie beim Kauf eines Gebrauchtfahrzeuges mit Partikelfilter. Aber auch beim nachträglichen Einbau eines Partikelfilters in ein durch einen neuen ÖAMTC-Leasing-Vertrag finanziertes Fahrzeug kann man 300 Euro Ersparnis lukrieren.

Aviso an die Redaktionen:
Grafiken vom Diesel-Partikelfilter-Test finden Sie im ÖAMTC-Foto-Service, das Sie ebenso wie die ÖAMTC-Presseaussendungen im Internet unter http://www.oeamtc.at/presse/ abrufen können.

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ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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