Zukunftsorientierte Mediziner-Bedarfsplanung und rasche Einführung von Studieneignungsüberprüfungen als Qualitätssicherung in der Ausbildung

In die neuerliche Debatte um die deutlichen Zuwächse an MedizinstudentInnen schaltet sich nun auch die Interessensgemeinschaft Angestellte Ärzte (IG AÄ) ein

Graz (OTS) - Der Vorsitzende, Dr. Dietmar Bayer, und der Sprecher der Sektion MED-UNI der IG AÄ, Prof. Dr. Peter Kapeller, lehnen den aktuellen Vorschlag eines gemeinsamen Basisjahres aller Gesundheitsberufe des Grazer Medizin UNI Rektors vehement ab.

Die IG AÄ begrüßt zwar die Bereitschaft der Medizin Universität Graz, das gegenwärtige Studienkonzept neu zu überdenken, jedoch: "Ein gemeinsames Basisjahr hält niemanden davon ab, nicht im guten Glauben mit dem Medizinstudium zu beginnen. Der Vorschlag des Rektors würde die derzeitige Situation nur noch mehr anspannen.", so Prof. Kapeller.

Die IG AÄ fordert das Wissenschaftsministerium auf, umgehend mit dem Gesundheitsministerium gemeinsam, eine zukunftsorientierte Medizin-Bedarfsplanung zu entwickeln.

"Es reicht nicht, nur einen Großgeräteplan zu präsentieren, sondern es muß auch mitgeplant werden, wie viele Ärzte nötigt sein werden, um diese Geräte auch zu betreiben", fordert der Vorsitzende der IG AÄ. "Daneben, so Bayer weiter, ist umgehend eine Studieneignungsübersprüfung einzuführen, welche auch die sozialen und emotionalen Fähigkeiten mitberücksichtigt." Arztsein ist ein äußerst streßbehafteter und durch die vielen Nachtdienste auch "familienfeindlicher" Beruf, der immer wieder Entscheidungsfindungen unter hohem Druck erfordert.

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