"trend": Kritik an Grasser

Der Dritte Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn und RHI-Chef Helmut Draxler zur Diskussion um den Finanzminister

Wien (OTS) - Der dritte Präsident des Nationalrats, Thomas Prinzhorn, meint, in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend" auf die Causa Grasser angesprochen: "Ich würde als Politiker nie einem Freund einen Auftrag geben. Man kann nicht vorsichtig genug sein."
Er schätze die Arbeit des Ministers, erklärt der stellvertretende FPÖ-Parteivorsitzende, Grasser sei "hoch intelligent und führt seine Sache exzellent aus, Hut ab." Bei ihm, Prinzhorn, gelten jedoch andere Prinzipien: "Kein betrieblicher Aufwand ohne meine Zustimmung. Bei mir gilt: Ab 10.000 Euro unterschreibe nur ich allein." Den jungen Leuten, so Prinzhorn allgemein, "fehlt das feeling, die diskutieren nur über Autogrößen". Prinzhorn wettert im weiteren gegen Geldverschwendung und Repräsentiergehabe: "Ich fahre mit meinem ungewaschenen Hyundai vors Parlament. Wenn ich daneben die polierten Dienstwägen mit den Chauffeuren sehe, die bis nach Mitternacht warten müssen, so halte ich das nicht mehr aus. Das ist doch eine negative Vorbildwirkung."
Vorsichtige Kritik an Grasser äußert auch RHI-Chef Helmut Draxler:
"Dass die Aufträge an Bekannte des Ministers vergeben wurden, ist bei der Homepage des Finanzministeriums relevant. Wenn es um Steuergeld geht, ist höchste Transparenz nötig."

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