"profil": RZB-Konsortium stößt in Indonesien auf Probleme

Übernahme der PT Lippo Bank gestoppt

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Raiffeisen Zentralbank (RZB) Ärger mit der indonesischen Regierung. Das von der RZB geführte Finanzkonsortium "Swissasia Global" hatte kürzlich den Zuschlag für die 114 Millionen Euro teure Übernahme der PT Lippo Bank erhalten. Jetzt liegt der Verkauf auf Eis. Die Regierung mutmaßt, das Konsortium, bestehend aus RZB, der Schweizer Privatbank Swissfirst sowie drei Fondsgesellschaften, fungiere lediglich als Treuhänder der früheren Lippo-Eigentümerfamilie Riady.

Patriarch Mochtar Riady, 1992 in eine Wahlspendenaffäre um US-Präsident Bill Clinton verwickelt, hatte das nach der Währungskrise Indonesiens schwer angeschlagene Bankhaus Ende der neunziger Jahre mehrheitlich an den Staat abtreten müssen. Ein Sprecher von RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner wollte Spekulationen um eine mögliche Treuhandschaft gegenüber "profil" nicht kommentieren: "Wir sehen in der Lippo Bank eine interessante Möglichkeit, in Indonesien Fuß zu fassen."

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