Darabos: Ferrero-Waldner am Gängelband ihrer Wahlkampfmanager

Kritik am ORF - Darabos verlangt drei Fernsehdiskussionen

Wien (SK) Kritik an den Äußerungen der ÖVP-Kandidatin Ferrero-Waldner in Bezug auf die geplanten Fernsehdiskussionen kommt von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos. Gestern, Freitag, hat Ferrero-Waldner zu allfälligen Diskussionsrunden mit dem SPÖ-Präsidentschaftskandidaten Heinz Fischer gemeint, dass sei "Sache der Wahlkampf-Manager", dabei mische sie sich nicht ein. Dazu Darabos: "Wenn sich Ferrero-Waldner schon bei der Frage einer Fernsehdiskussion zwischen den beiden Präsidentschaftskandidaten nicht einmischt und lieber eingesteht, dass sie sich am Gängelband von 'Wahlkampf-Managern' befindet, wie weit würde dann erst die Abhängigkeit einer Bundespräsidentin Ferrero-Waldner vom Bundeskanzler und von der ÖVP-Bundesregierung reichen?" ****

Wahrscheinlich würde sich Ferrero-Waldner dann auch in viele Aufgaben des Bundespräsidenten "nicht einmischen", sondern alles den "Präsidenten-Managern" oder gleich den Mitarbeitern des Bundeskanzlers überlassen, gibt Darabos zu bedenken.

"Österreich braucht nicht eine Präsidentschaftskandidatin oder eine Bundespräsidentin, die alles den politischen Managern überlässt, sondern eine selbständige, erfahrene und eigenständige Persönlichkeit und dies wird durch die Wahl von Heinz Fischer auch sichergestellt werden", betonte Darabos am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Gleichzeitig wiederholte Darabos seine Kritik am ORF. Es sei nicht einsehbar, dass der öffentlich rechtliche Rundfunk in vorauseilendem Gehorsam nur eine Diskussion zwischen den Präsidentschaftskandidaten festlegen will. "Ich habe dem ORF schriftlich drei Diskussionen vorgeschlagen, eine über außenpolitische und eine über innenpolitische Themen sowie eine über das Amtsverständnis der Kandidaten. Die Österreicherinnen und Österreicher erwarten sich vom öffentlich rechtlichen Rundfunk, dass sie sich ein Bild von den Kandidaten machen können. Verdächtig ist dabei, dass sich Ferrero-Waldner jeder Diskussion entzieht und wie der verlängerte Arm des ÖVP-Parteisekretariats agiert", schloss Darabos. (Schluss) wf

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