Matznetter: Schüssel versucht mit unglaublichen Unterstellungen seinen Schützling Grasser zu verteidigen

Wahrheitsgehalt von Christl-Aussagen erhärten sich - rasche Ablöse Grassers erfordert

Wien (SK) Ein "unglaublicher Verteidigungsversuch" von
Kanzler Schüssel gegenüber seinem Finanzminister sieht SPÖ-Budgetsprecher Christoph Matznetter in einem heute erschienen Bericht in den "Oberösterreichischen Nachrichten". "Schüssel versucht im Lichte des dringenden Verdachts, dass Grasser das Parlament im Zusammenhang mit den Professoren-Inseraten im vergangenen Sommer offen belogen hat, seinen Schützling mit Unterstellungen gegenüber dem ÖGB zu verteidigen. Die SPÖ weist dies auf das entschiedenste zurück", so Matznetter Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Faktum sei, dass die Zeitschrift "News" in ihrer jüngsten Ausgabe, die Aussagen des früheren Grasser-Sekretärs und nunmehrigen Nationalbank-Vorstands Josef Christl zitiert, demnach Christl im Auftrag von Grasser die Inseratenkampagne organisiert habe. "Trotz eines lauen Dementis von Christl erhärtet sich der Wahrheitsgehalt dieser Aussage vor dem Bundeskriminalamt angesichts der Angaben von Professor Streissler und Professor Bodenhöfer in der heutige Ausgabe des 'Wirtschaftsblattes'", unterstrich der SPÖ-Politiker.

Auf Grund des sich verdichtenden Verdachts, dass Grasser das Parlament falsch informiert habe, sei die Verteidigung durch Schüssel umso unbegreiflicher und politisch unverantwortlich. "Was das Thema Ehrlichkeit gegenüber dem Parlament betrifft, wäre Schüssel gut beraten, sich im Lichte seines früheren Verhaltens - Stichwort Amsterdamer Frühstücksaffäre oder Thomson-Radargeräte - statt irgendwelcher Verteidigungsversuche für die rasche Ablöse seines Finanzministers zu sorgen", schloss Matznetter. (Schluss) ns

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