FP-Blind: Nationalpark Donauauen in Gefahr!

FPÖ lehnt „Nationalparkhaus“ ab - sonst droht ein naturnahes Disney Land

Wien, 2004-02-20 (fpd) – „Wie der im letzten Sitzung des Wiener Landtages präsentierte aktuelle Naturschutzbericht alarmierend feststellt, ist der Nationalpark Donauauen in Gefahr durch zu große Besucherströme zerstört zu werden. Laut Naturschutzbericht 2002 besuchen mehr als 600.000 Besucher pro Jahr dieses „Naturjuwel““, zeigt sich der Wiener FP-LAbg. Kurth-Bodo Blind besorgt.

Vergleicht man die Größe des Nationalpark und dessen Besucherzahlen sieht man deutlich, dass weitere Besucher anziehende Einrichtungen auf jeden Fall vermieden werden müssen. Der weltbekannte Krüger Nationalpark mit seinen 20.000 km² hat sogar eine Tagesbesucherhöchstzahl festgesetzt, wodurch ihn pro Jahr „nur“ eine Million Besucher besichtigen dürfen. „Der dagegen winzige Nationalpark Donauauen mit seinen im Vergleich lächerlichen 93 km² hat über 600.000 Besucher. Das ist schlicht Wahnsinn“, kritisiert Blind.

Völlig unterschiedlich und falsch sind dabei die Ziele. Während im Krüger Nationalpark der Schutz von Flora und Fauna im Mittelpunkt stehen, glaubt die SPÖ-Stadtregierung den schon vorhandenen Projekten wie „Wurzelstation“, „Lobau Museum“, Führungen und Bootsfahrten ein weiteres Projekt „Nationalparkhaus“ hinzufügen zu müssen. „Jede dieser Einrichtungen, so gut sie gemeint sein sollten, dienen aber immer dem Menschen und keinesfalls der unberührten Natur und sind daher abzulehnen“.

„Schon jetzt muss die Nationalparkverwaltung Polizei anfordern und Planquadrataktionen gegen die Besucher durchführen, da sie den Auswüchsen des Massentourismussees nicht mehr Herr wird.
Die SPÖ-Stadtregierung ist aufgefordert, die entsprechenden Maßnahmen zu setzen, damit ein drohendes naturnahes Disney Land im Nationalpark Donauauen verhindert wird“, so Blind abschließend. (Schluss) lb

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