65 Millionen Euro für Lärmschutz- und Sicherheitspaket für Liesertaler Anrainergemeinden der A 10

LH Haider, Vizekanzler Gorbach und LR Dörfler fixierten Vereinbarung

Klagenfurt (LPD) - 300 Mio. Euro werden in die Sicherheit und Entlastung der Umwelt entlang der A 10 Tauernautobahn zwischen Hüttau/Salzburg und Seeboden in Kärnten investiert. 65 Mio. Euro fließen in den Lärmschutz und die Sicherheit im Kärntner Abschnitt. Das wurde heute von Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach, Landeshauptmann Jörg Haider und Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler bei einer Pressekonferenz am Gemeindeamt Trebesing im Liesertal bekannt gegeben und durch die Unterzeichnung einer entsprechenden gemeinsamen Erklärung zwischen Land und Bund bekräftigt. Auf 90 Autobahnkilometer der A 10 sind 45 Einzelmaßnahmen vorgesehen, insgesamt werden 480.000 Quadratmeter Lärmschutzwände und Einhausungen von 14 km Länge errichtet. Im Besonderen ist auch eine 900 m lange Einhausung in Leichtbauweise im Bereich Trebesing vorgesehen.

"Dieses Paket ist ein Erfolg für das Liesertal und seine Bevölkerung", unterstrichen Landeshauptmann Haider und Landesrat Dörfler. Die Liesertaler Interessen werden sehr ernst genommen, es brauche außergewöhnliche Schutzmaßnahmen, so Haider. Die Einhausung in Trebesing könnte auch ökologisch gestaltet und zur Erzeugung von Solarenergie verwendet werden, regte der Landeshauptmann an. Er erinnerte auch daran, dass es ihm seinerzeit mit der Klagenfurter Umfahrung gelungen sei, viele Interessen und Umweltaspekte gut unter einen Hut zu bringen.

Klargestellt wurde, dass es um die konsequente Realisierung eines Gesamtpaketes von Sicherheits- und Umweltentlastungsmaßnahmen gehe. Wie Dörfler betonte, gebe es grünes Licht für die aus Sicherheitsgründen so notwendigen zweiten Tunnelröhren beim Katschberg- und beim Tauerntunnel. Die Finanzierung sei nun durch das Roadpricing erstmals sichergestellt.

Verkehrs- und Infrastrukturminister Gorbach sagte, dass mit der geschlossenen Vereinbarung erstmals der Bund so viel Geld in die Hand nehme, um den Schutz der Bevölkerung bestmöglich zu gestalten. Sicherheit sei ein europäisches Thema, Gegenverkehrstunnel würden ein Sicherheitsrisiko darstellen. Mit dem Bau der zweiten Katschbergtunnel-Röhre werde 2004 begonnen, die zweite Tauerntunnel-Röhre folge ein Jahr später. Die Zahl von jährlich an die 956 Verkehrstoten wolle er binnen sechs Jahren halbieren, so Gorbach. An der Pressekonferenz nahmen auch die Bürgermeister und Gemeindevertreter der Anrainergemeinden an der A 10 sowie ASFINAG-Vorstandsdirektor Franz Lückler teil, die vom Trebesinger Bürgermeister Johann Oberlerchner herzlich begrüßt wurden. In jeweils fünf Arbeitsgruppen werden in Salzburg wie auch in Kärnten Problemlösungen zum Schutz der Bevölkerung und zur Verbesserung der Lebensqualität erarbeitet. Auch weiterhin werde die Bevölkerung miteingebunden sein und auch über weitere Vorhaben mitbestimmen, versicherten die Politiker. (Schluss)

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