WWF enttäuscht über Umfaller von Minister Pröll

"Bankrotterklärung der österreichischen Klimapolitik"

Wien (OTS) - Die heutigen Aussagen von Umweltminister Pröll zum Klimaschutz, dass Österreich "den größten Teil der Einsparungen -konkret 40 Prozent oder 7,2 Mio. Tonnen pro Jahr - will Österreich demnach im Rahmen des Emissionshandels aus dem Ausland 'zukaufen’" will, sind für den WWF die Bankrotterklärung der österreichischen Klimapolitik. "Bei einer Podiumsdiskussion gestern Abend hat Minister Pröll diese Absichten auf Nachfragen des WWF noch heftigst bestritten", sagt Markus Niedermair, Klimaexperte des WWF. "Über Nacht hat offenbar ein Umdenkprozess stattgefunden. Die heutigen Aussagen von Pröll stehen im kompletten Gegensatz zu den vollmundigen Ankündigungen auf der gestrigen Podiumsdiskussion"

Der Umweltminister präsentiert damit eine komplette Neuordnung der gesamten österreichischen Klimapolitik, die sich von CO2-Einsparungen im Inland größtenteils verabschiedet hat. Die Einsparungen ins Ausland zu verlagern sind laut WWF nicht nur umweltpolitisch ein Desaster sondern auch wirtschaftspolitisch der vollkommen falsche Weg. Damit verzichtet Österreich auf mehr als 20.000 Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbare Energien."Statt auf einen Wirtschaftsmarkt der Zukunft zu setzen, fördern wir fragwürdige Klimaschutz-Projekte im Ausland auf Kosten der österreichischen SteuerzahlerInnen", so Niedermair.

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