Brinek: Panikmache vor EuGH-Urteil unangebracht

Broukal soll Nachhilfestunde bei VSStÖ nehmen

Wien, 19. Februar 2004 (ÖVP-PK) "Das Verfahren vor dem EuGH läuft noch, man kann zum jetzigen Zeitpunkt weder das Ende noch das Ergebnis des Verfahrens mit Sicherheit voraussagen. Eine Panikmache vor diesem Urteil ist jedenfalls unangebracht", erklärte heute, Donnerstag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR Dr. Gertrude Brinek. Selbst für den Fall, dass der EuGH eine Vertragsverletzung durch das österreichische Zulassungsrecht an Universitäten feststellen sollte, sei kein massiver Ansturm deutscher Studierender zu erwarten. "Ich empfehle Herrn Abgeordneten Broukal, eine Nachhilfestunde bei seiner Studentenorganisation zu nehmen. Der VSStÖ hat die Realität nämlich im Gegensatz zum Wissenschaftssprecher der SPÖ richtig erkannt", so Brinek.

Zugangsbeschränkungen seien keine Lösung. Viel wichtiger sei es, den Studienanfängerinnen und -anfängern frühzeitig vor Augen zu führen, ob die getroffene Studienwahlentscheidung auch den persönlichen Fähigkeiten und Neigungen entspricht, so Brinek weiter. Österreich habe hier mit der Studieneingangsphase, welche seit mehr als 4 Jahren in allen Studienplänen eingeführt ist, ein erfolgreiches Modell umgesetzt. Österreich werde das EuGH-Urteil abwarten und es nicht an kompetenten Antworten fehlen lassen. Das Modell des Numerus clausus hingegen werde national und international von Experten und von Universitätsverantwortlichen als nicht zielführend abgelehnt und komme somit für Österreich nicht in Frage. "Österreich wird sicherlich nicht alte und erfolglose Modelle übernehmen", so Brinek abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Volkspartei
Presse und Medien
Tel.: (++43-1) 40 126-420
cvd@oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0010