SPÖ-Wutzlhofer gegen Familienwahlrecht: Schafft unnötige Bevormundung und verletzt Wahlrechtsordnung

Senkung des Wahlalters auf 16 bessere Alternative zur demokratiepolitischen Mitbestimmung junger Menschen

Wien (SPW-K) - Strikt gegen die heute, Donnerstag vom Österreichischen Familienbund neuerlich erhobene Forderung nach Einführung eines Familienwahlrechts, wandte sich der Jugendsprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer. In einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien stellte der Mandatar fest, dass ein Familienwahlrecht zusätzliche Bevormundung gegenüber jungen Menschen schaffen und obendrein Grundrechte der Wahlrechtsordnung, in der die geheime und persönliche Stimmenabgabe festgehalten wäre, verletzten würde. Wutzlhofer: "Eine viel bessere Alternative die demokratiepolitische Mitbestimmung der jungen Menschen auszuweiten wäre die Senkung des Wahlalters bei sämtlichen Wahlen auf 16 Jahre. Mit dem auf der Grundlage des Demokratiepaketes der Wiener SPÖ im Jahr 2002 gefassten Beschluss des Landtages, das Stimmrecht bei Kommunalwahlen auf dieses Alter zu senken, hat Wien diesbezüglich bereits einen wichtigen Schritt getan. Am Zug ist nun der Nationalrat, das Wahlalter bei Bundeswahlen ebenfalls zu senken", meinte der Mandatar weiter.

Das Familienwahlrecht sei geradezu prädestiniert, weiterer unnötiger Bevormundung und damit Zerwürfnissen in der Familie Vorschub zu leisten. Viele junge Menschen unter 16 oder selbst 14 Jahren hätten in politischer Hinsicht völlig andere Vorstellungen als ihre Eltern, die Stimmenabgabe für sie seitens anderer könnte das tatsächliche Meinungsbild völlig verzerren, gab Wutzlhofer seiner Kritik am neuerlichen Vorstoß des Familienbundes weiter Ausdruck. Er könne sich so wie viele anderer jungen Menschen jedenfalls des Eindrucks nicht erwehren, so der Mandatar, dass über den Weg des Familienwahlrechts der schwarzblauen Koalition, der aufgrund ihrer katastrophalen Regierungspolitik die WählerInnen in Scharen davonliefen, unter die Arme gegriffen werden solle. "Dafür dürfen aber Kinder und Jugendliche keinesfalls missbraucht werden. Auch sie haben ein Recht auf ihre eigene Meinung und ihre persönliche Willensäußerung in demokratiepolitischen Angelegenheiten. Das Familienwahlrecht ist kein Mittel diese zu sichern", schloss Wutzlhofer. (Schluss)

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