RFW: Gunzer-Protest gegen Kammer-Verlustgeschäft

25.000 Euro bei Einstieg in "best connect" bezahlt, jetzt Ausstieg um nur 1 €

"Jeder private Unternehmer, der so wirtschaftet, wäre bald am Ende". Mit diesen Worten prangert der Vizepräsident der Kärntner Wirtschaftskammer und Sprecher des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender ein Verlustgeschäft der Kärntner Kammer an, das heimlich, still und leise abgewickelt wurde. Die Kammer habe ihre Anteile an dem Strompool "best connect", für welche sie vor drei Jahren 25.000 Euro eingezahlt hat, um den symbolischen Preis von einem Euro an den Mehrheitsgesellschafter veräußert. Für Gunzer sei dies das letzte Einbekenntnis, dass die Kammer bei ihrem untauglichen Versuch, selbst Unternehmer zu spielen, gescheitert sei."Das erkennt wohl auch der VP-Präsident der Kammer, Franz Pacher, sodass er diesen Vorgang mit seiner absoluten VP-Mehrheit vorbei am Präsidium durchgeführt hat, um unangenehmen Diskussionen auszuweichen", so Gunzer.

Der RFW und Gunzer hatten dieses Abenteuer der Kammer von Anfang an abgelehnt. Im Gegensatz zu den Behauptungen von Pacher sei "best connect" zu Senkung des Strompreisniveaus in Kärnten nicht nötig gewesen. Von einer Preisbrecherfunktion könne in Kärnten keine Rede sein. "Es gab Beschwerden. Betriebe klagten, dass sie bei "best connect" mehr zahlen mußten als bei der Kelag, weil viele Nebenkosten nicht so klar ersichtlich waren. Andere wiederum beschwerten sich über die Vermittlungsgebühren an best connect", erklärte Gunzer.

Die Konstruktion sei von Anfang an fragwürdig gewesen, weil die Kammer als Interessensvertreterin aller Unternehmen einem eigenen Mitglied Konkurrenz machte. Überdies habe sie dazu geführt, dass Wertschöpfung von Kärnten nach Wien ging, weil "best connect" den Strom von der Verbundgesellschaft bezog.

Gunzer meinte abschließend: "Der Einstieg der Kammer in "best connect" war falsch. Pacher hat sich aus politischen Gründen viel zu lange geweigert, diesen Fehler einzugestehen. Jetzt mußte er handeln und veranlasste den Ausstieg. Und auch den hat er in einer für die Mitglieder äußerst verlustreichen Weise durchgeführt. Denn er hat nicht versucht, die Anteile in Form einer Ausschreibung bestmöglich zu verkaufen, sondern er hat sie dem Hauptgesellschafter so billig wie möglich abgegeben. Für die Kammer kommt am Ende ein Verlust von 50.000 Euro heraus (je 25.000 € für den Kauf der Anteile und als Marketingbeitrag). Dieses Minus muss Pacher vor allen Kammermitgliedern verantworten."

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