Darabos: "Kandidatin mit Herz" entspricht nicht der Rolle Ferreros

Kritik am ORF: Handlangerdienste für Ferrero-Waldner

Wien (SK) "Wo war die Kandidatin mit Herz, als die Pensionskürzungen, die Ambulanzgebühren und die Unfallrentenbesteuerung beschlossen, die Rezeptgebühr, die Energieabgabe erhöht, der Krankengeldbezug gekürzt und die Kindergartenmilliarde gestrichen wurde", fragte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos unter Verweis darauf, dass sich ÖVP-Kandidatin Ferrero-Waldner nunmehr als "Kandidatin mit Herz" präsentiere. Ferrero versuche sich offensichtlich als "Lady Di von Österreich" zu positionieren, "was ihrer Rolle aber in keinster Weise entspricht", so Darabos am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Die Repräsentationskosten von Ferrero-Waldner würden "weder von Pensionisten noch von Normalverdienern" verstanden: 497.000 Euro hat Ferrero im Jahr 2003 für Repräsentation ausgegeben, das sind 1.360 Euro am Tag. ****

Dem ORF warf Darabos vor, "Handlangerdienste" für Ferrero-Waldner zu leisten. Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer ist es nämlich völlig unverständlich, dass der ORF offensichtlich nur eine TV-Diskussion der Bundespräsidentschaftskandidaten einplane, während es im Nationalratswahlkampf 12 Konfrontationen gegeben habe. "Da ist etwas faul im Staate Österreich und vor allem im ORF", sagte Darabos. Angesichts der Tatsache, dass Ferrero-Waldner laufend Diskussionen mit dem SPÖ-Kandidaten ausweiche (auf der Wirtschaftsuni, beim ÖGB, bei den Grünen, bei Privatsendern etc.), liege der Schluss nahe, dass es hier Absprachen gebe. Die Forderung der SPÖ nach drei Konfrontationen - zu Innenpolitik, Außenpolitik und Amtsverständnis -ist aus Sicht von Darabos "berechtigt und logisch". Schließlich bestehe das öffentliche Interesse und darüber hinaus seien politische Diskussionen Quotenbringer für den ORF.

Darabos bestätigte, dass er einen Brief an ORF-Generalintendantin Monika Lindner mit seiner Forderung nach drei Diskussionen geschrieben habe. Wenn die Antwort nun, wie ihm über die Medien mitgeteilt worden sei, laute, dass sich der ORF von den Parteien nichts verordnen lasse, stelle sich die Frage: Gilt das für alle Parteien oder nur für die SPÖ? (Schluss) se

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