• 19.02.2004, 11:59:11
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Darabos: "Kandidatin mit Herz" entspricht nicht der Rolle Ferreros

Kritik am ORF: Handlangerdienste für Ferrero-Waldner

Wien (SK) "Wo war die Kandidatin mit Herz, als die
Pensionskürzungen, die Ambulanzgebühren und die
Unfallrentenbesteuerung beschlossen, die Rezeptgebühr, die
Energieabgabe erhöht, der Krankengeldbezug gekürzt und die
Kindergartenmilliarde gestrichen wurde", fragte
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos unter Verweis darauf, dass
sich ÖVP-Kandidatin Ferrero-Waldner nunmehr als "Kandidatin mit Herz"
präsentiere. Ferrero versuche sich offensichtlich als "Lady Di von
Österreich" zu positionieren, "was ihrer Rolle aber in keinster Weise
entspricht", so Darabos am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Die
Repräsentationskosten von Ferrero-Waldner würden "weder von
Pensionisten noch von Normalverdienern" verstanden: 497.000 Euro hat
Ferrero im Jahr 2003 für Repräsentation ausgegeben, das sind 1.360
Euro am Tag. ****

Dem ORF warf Darabos vor, "Handlangerdienste" für
Ferrero-Waldner zu leisten. Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer ist es
nämlich völlig unverständlich, dass der ORF offensichtlich nur eine
TV-Diskussion der Bundespräsidentschaftskandidaten einplane, während
es im Nationalratswahlkampf 12 Konfrontationen gegeben habe. "Da ist
etwas faul im Staate Österreich und vor allem im ORF", sagte Darabos.
Angesichts der Tatsache, dass Ferrero-Waldner laufend Diskussionen
mit dem SPÖ-Kandidaten ausweiche (auf der Wirtschaftsuni, beim ÖGB,
bei den Grünen, bei Privatsendern etc.), liege der Schluss nahe, dass
es hier Absprachen gebe. Die Forderung der SPÖ nach drei
Konfrontationen - zu Innenpolitik, Außenpolitik und Amtsverständnis -
ist aus Sicht von Darabos "berechtigt und logisch". Schließlich
bestehe das öffentliche Interesse und darüber hinaus seien politische
Diskussionen Quotenbringer für den ORF.

Darabos bestätigte, dass er einen Brief an
ORF-Generalintendantin Monika Lindner mit seiner Forderung nach drei
Diskussionen geschrieben habe. Wenn die Antwort nun, wie ihm über die
Medien mitgeteilt worden sei, laute, dass sich der ORF von den
Parteien nichts verordnen lasse, stelle sich die Frage: Gilt das für
alle Parteien oder nur für die SPÖ? (Schluss) se

OTS0125    2004-02-19/11:59

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