234 Millionen für 33 Umweltschutzmaßnahmen an der A10 in Salzburg Schausberger unterzeichnete Vereinbarung mit Verkehrsminister, ASFINAG, ÖSAG und Lungauer und Pongauer Bürgermeistern

Salzburg (OTS) - An der Strecke der Tauernautobahn (A10) zwischen Hüttau in Salzburg und Seeboden in Kärnten werden Umweltentlastungsmaßnahmen im Ausmaß von 299 Millionen Euro gebaut werden. Allein 233,7 Millionen Euro davon kommen den Salzburgern zugute. Damit werden in den kommenden Jahren 33 von insgesamt 45 Projekten in den Gemeinden Hüttau, Eben, Flachau, Zederhaus und St. Michael verwirklicht. Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger unterzeichnete heute, Donnerstag, 19. Februar, gemeinsam mit

Vizekanzler und Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Hubert Gorbach, den Vorstandsdirektoren von ASFINAG und

ÖSAG, Dipl.-Ing. Franz Lückler und Dipl.-Ing. Alois Schedl, sowie den Bürgermeistern Dipl.-Ing. Wolfgang Fanninger (St. Michael), Rupert Bergmüller (Hüttau), Peter Fritzenwallner (Eben), Alfred Pfeifenberger (Zederhaus) und Hans Weitgasser (Flachau) eine entsprechende Erklärung in St. Michael im Lungau.

Konkret werden mit den 234 Millionen Euro mehr als 250.000 Quadratmeter Lärmschutzwände und fast 10,5 Kilometer Einhausungen sowie die Verlegung von 850 Metern Autobahntrasse weg vom Ortszentrum Zederhaus finanziert. Insbesondere wurde eine Lösung für die drei Teilprojekte Zederhaus Nord, Eben/Gasthofberg und Flachau/Reitdorf erreicht.

"Diese Vereinbarung ist ein einzigartiges Beispiel für lebendige und funktionierende Demokratie in Österreich. In jahrelanger vorbildlicher Zusammenarbeit ist man von entfernten Ausgangspositionen aufeinander zugegangen und hat mit dieser Vereinbarung einen gemeinsamen Nenner erreicht", betonte Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger bei einem Informationsgespräch im Anschluss an die Unterzeichnung.Einhausungen aus Holz und Glas.

Österreichweit einzigartig ist die Errichtung mehrerer Einhausungen in Leichtbauweise aus Holz und Glas mit geringeren Kosten, dem Einsatz des Salzburger Baustoffes Holz sowie der kürzeren Baudauer als Vorteilen. Von dieser Einigung profitieren auch die Verkehrsteilnehmer und die heimische Wirtschaft. Sowohl ein Mehr an Sicherheit als auch ein Weniger an Staus und Belastungen wird erreicht.

Schrittweise Einigung

In einer letzten Verhandlungsrunde hatten sich Bund, Land Salzburg und die ASFINAG im Jänner über die offenen Fragen bei den Umweltentlastungsmaßnahmen anlässlich der Errichtung der zweiten Tunnelröhren durch Katschberg und Tauern geeinigt. Den Durchbruch brachten ein Gipfelgespräch am 15. Dezember des Vorjahres zwischen Verkehrsminister Gorbach, Landeshauptmann Schausberger und Vorstandsdirektor Lückler in Wien sowie ein weiteres Gespräch zwischen Vizekanzler Gorbach und den Landeshauptleuten Dr. Jörg Haider und Dr. Franz Schausberger am 9. Jänner in Anif.

Nächste Schritte

"Jetzt wird sich die ÖSAG mit den Gemeinden zusammensetzen und in den kommenden zwei bis drei Monaten einen gemeinsamen Umsetzungsplan und eine Prioritätenliste erstellen. Selbstverständlich können nicht alle dieser umfangreichen Baumaßnahmen auf einmal begonnen werden. Ebenso ist der Abschluss aller Umweltmaßnahmen bis zur Fertigstellung der zweiten Tunnelröhren technisch ein unerfüllbarer Wunsch", informierte Schausberger, für den wichtig ist, dass jede Gemeinde schnell von einer Schutzmaßnahme profitiert.
Mit den ersten Maßnahmen kann noch 2004 begonnen werden. Die ersten 70 Millionen Euro werden bereits bis 2007 verbaut. Mit dem Bau des Katschbergtunnels soll 2004 und mit dem Bau des Tauerntunnels 2005 begonnen werden. Freie Fahrt durch zwei moderne und sichere Röhren heißt es ab 2009. Bis 2020 werden alle Maßnahmen umgesetzt sein.

"Plattform Transit" arbeitet weiter

Die "Plattform Transit Salzburg" der Salzburger Anrainergemeinden der A10 wird auch nach dem Durchbruch für den Lärmschutz in den Anrainergemeinden der Scheitelstrecke der Tauernautobahn ihre Tätigkeit fortsetzen und für Lebensqualität kämpfen. Die Interessen der Gemeinden werden auch weiterhin in einem Beirat gewahrt, der laut Vereinbarung eingerichtet wird und technologische Weiterentwicklungen berücksichtigt sowie ständig Optimierungen der Projekte prüft.

Rückfragen & Kontakt:

Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
landespressebuero@salzburg.gv.at
http://www.salzburg.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SBG0001