Gartner: Sicherheit und Menschlichkeit im Flüchtlingslager Traiskirchen nicht mehr gewährleistet

Traiskirchen könnte abgewiesene Flüchtlinge auch nach Wien überstellen

St. Pölten, (SPI) - "Aufgrund der Untätigkeit des Innenministers ist die Lage rund um im Flüchtlingslager Traiskirchen in den letzten Tagen exskaliert. Völlige Überbelegung, Abweisung von Flüchtlingsfamilien, beinahe täglich Zwischenfälle zwischen den Flüchtlingen selbst, aber auch Klagen der Betreuer und der Bevölkerung häufen sich. Das werden wir uns nicht mehr gefallen lassen", kündigt Traiskirchens Vizebürgermeister LAbg. Franz Gartner nun Maßnahmen an. Gestern musste eine Flüchtlingsfamilie nach Abweisung im Flüchtlingslager im Gendarmerieposten aufgenommen werden. "Es kann nicht sein das die Unfähigkeit Ernst Strassers, einen geordneten Betrieb für die Asylabwicklung und die Unterbringung österreichweit zu Stande zu bringen, einzig und allein immer nur Traiskirchen auf den Kopf fällt. Sollten sich derartige Ereignisse -was leider anzunehmen ist - häufen, dann werden wir zu geeigneten Maßnahmen greifen. Beispielsweise könnten wir Unterkunft suchende Familien auch im Innenministerium vorbeibringen", kündigt Gartner an.****

Seit Monaten kann das Innenministerium die Sicherheit im und rund um das Flüchtlingslager Traiskirchen nicht mehr aufrechterhalten. Die Privatisierung der Flüchtlingsbetreuung hat die Zustände nur noch verschärft - und neben der Bevölkerung sind auch die Flüchtlinge die Leidtragenden dieser Entwicklung. "Die jüngsten kriminellen Vorkommnisse in Traiskirchen bestätigen dies. Das Lager ist mit mehr als 1.600 Flüchtlingen völlig überbelegt, zudem wurde der Betreuerstand maßgeblich gekürzt. Besonders zu den Nachstunden kommt es aber immer wieder zu Gewalttätigkeiten zwischen Flüchtlingen, die Kriminalität ist nicht in den Griff zu bekommen. "Bgm. Fritz Knotzer hat in den vergangenen Jahren viel Besonnenheit aufgebracht, die Traiskirchnerinnen und Traiskirchner waren mehr als geduldig. Nun muss die Stadt und die Bevölkerung mal an sich denken - und wir werden dem mit geeigneten Maßnahmen auch den notwendigen Nachdruck verleihen", so LAbg. Vzbgm. Gartner abschließend.
(Schluss) fa

Rückfragen & Kontakt:

Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
andreas.fiala@noel.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0003