Erste Saisonhalbzeit Direktion Rudolf Berger

Rudolf Berger präsentiert die erste Zwischenbilanz seiner Volksopern-Direktion

Wien (OTS) - 1. Rückblick (Auslastung, Bilanz bisher, Kartenvertrieb)

Die Volksoper Wien erreichte zwischen September 2003 und Januar 2004 eine Durchschnitts-auslastung von 80%. Das bedeutet, dass die Auslastung im Vergleich zum Vorjahr um 10% erhöht werden konnte. Der Verkauf von Vollpreiskarten wurde dabei um 40% gesteigert.

Besonders die Neuproduktionen der Saison 2003/04 wurden vom Publikum sehr positiv angenommen, wie die Auslastungs- und Einnahmenzahlen belegen: "Martha", 15 Vorstellungen zu durchschnittlich 98%; "Boccaccio", 10 Vorstellungen zu 90%; "Nussknacker", 7 Vorstellungen zu 90 %.

Aber auch im Bereich des Repertoires kann die Volksoper Wien beachtliche Zuwächse verzeichnen. So liegen z.B. "Hänsel und Gretel"

bei 90 %, "Die Zauberflöte" bei 97,08 % und "My Fair Lady" bei 99 % Auslastung.

Der Dezember 2003 war der einnahmenstärkste der letzten 9 Jahre. Immer öfter gibt es 1.389 ausverkaufte Plätze. Die Anzahl der verkauften Kinderkarten wurde erhöht, ebenso wie der Kartenverkauf übers Internet.

Neuerungen im Publikumsservice

Im Bereich des Kartenvorverkaufs erfolgte mit der Erweiterung der Vorverkaufszeiten eine publikumsfreundliche Umstellung: Anstatt des bisher einmonatigen Vorverkaufs wird es pro Saison Fixtermine geben, ab denen langfristig Karten für die Volksoper Wien erworben werden können.

Seit 1. Januar ist die gesamte Saison 2003/04 im Vorverkauf. Ab 1. September 2004 stehen Karten bis einschließlich Ende Januar 2005 und ab 1. November 2004 Karten bis einschließlich Ende Juni 2005 zum Verkauf. Die Direktion der Volksoper Wien reagiert damit auf das wachsende Bedürfnis der langfristig planenden in- und ausländischen Tourismusbranche und auf den Wunsch ihres Stammpublikums.

2. Koproduktionen

Pro Saison sind zwei Koproduktionen geplant.

Im Herbst 2005 übernimmt die Volksoper Wien Franz Lehárs "Der Graf von Luxemburg" - eine Koproduktion mit dem Klangbogen Wien - ins Repertoire. Inszeniert wird diese Operette vom designierten Direktor des Volkstheaters Michael Schottenberg, die musikalische Leitung übernimmt Claus-Peter Flor.

Die vom Intendanten der Bregenzer Festspiele, David Pountney, im Bregenzer Kornmarkttheater inszenierte Kurt Weill-Operette "Kuhhandel" (Sommer 2004) wird auch in der Volksoper Wien zu sehen sein. Gespräche über weitere Koproduktionen mit Bregenz laufen.

Gemeinsam mit der Deutschen Oper Berlin wird die Volksoper Wien die deutsche Erstaufführung von "Sophies Choice" von Nicholas Maw mit Angelika Kirchschlager in der Hauptrolle (2005/06) produzieren.

3. Vorschau / Premieren

Giorgio Madia, neuer Leiter des Volksopernballetts, hat sich dem Ausbau der Kompanie gewidmet, die er in seiner ersten Wiener Choreographie "Nudo" am 9. März vorstellen wird. Gemeinsam mit den "Dance Barock"-Abenden, die bereits im Herbst auf großes Interesse beim Publikum gestoßen sind und Jo Stromgrens viel gelobter "Nussknacker"-Choreographie wird somit ein breites Spektrum der Tanzkunst noch stärker im Spielplan der Volksoper verankert.

Am 20. März und am 2. April gibt es zwei Operettensoiréen mit Publikumsliebling Michael Heltau. Unter dem Motto "Bruder Leichtsinn" präsentiert der Grand Seigneur beschwingte Operettenmelodien u.a. von Paul Abraham, Leo Fall, Emmerich Kálmán, Franz Lehár und Robert Stolz.

Für Kinder - unser Publikum von heute - hat die Volksoper ein Auftragswerk an die Wiener Komponistin Elisabeth Naske vergeben. Der Text zu - "Die feuerrote Friederike" - einem Singspiel für Kinder -stammt von Theresita Colloredo nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Christine Nöstlinger. Für Friederikes Flugkünste begibt sich die Volksoper Wien ab 3. April auf das Dach der Staatsoper, ins mobilkom austria-Kinderopernzelt. Die Titelrolle übernimmt die junge Burgschauspielerin Stefanie Dvorak. Da diese Produktion für die erste Spielserie im April bereits jetzt schon ausverkauft ist, hat sich die Volksoper entschlossen, "Friederike" gleich am Beginn der nächste Saison wieder aufzunehmen. (schriftliche Bestellungen sind bereits möglich.)

Puccinis "Madama Butterfly" (Premiere: 24. April) ist eine der populärsten Opern überhaupt, mit anderen Worten also eine "Volksoper". 100 Jahre nach ihrer Entstehung wird das Meisterwerk, erstmals in Wien in der Urfassung (in italienischer Sprache) gezeigt. Stefan Herheims Wien-Debüt wird mit Spannung entgegengesehen. Die chinesische Sängerin Hui He, die 2004 an der Covent Garden Opera als Amelia in "Simone Boccanegra" debütieren wird, verkörpert Cio-Cio-San. Am 21. April gibt es eine Einführungssoirée zu "Madama Butterfly" mit den Mitwirkenden der Premiere.

4. Vorschau / Repertoire

Ganz besonders gilt das Augenmerk aber auch der Pflege des Repertoires. Franz Hawlata und Florian Boesch alternieren derzeit in "Die Hochzeit des Figaro", Burgtheaterschauspieler Nicholas Ofczarek begeistert als Sigismund im "Weißen Rössl", Komödiant Robert Meyer verstärkte das "My Fair Lady"-Team rund um Michael Heltau, Martina Dorak, Gusti Wolf und Erich Auer.

Gleich zwei neue Carmens kann die Volksoper Wien ihrem Publikum anbieten - Luisa Islam-Ali-Zade und Natela Nicoli teilen sich aktuell diese Glanzrolle.

Mit Walter Braunfels lyrischer Oper "Die Vögel" steht eines der wichtigsten Werke der Zwischenkriegszeit auf dem Spielplan der Volksoper Wien. Edith Lienbacher wird in der Rolle der Nachtigall zu hören sein, an ihrer Seite debütieren Thomas Piffka und Alexander Fedin alternierend als Hoffegut sowie Lars Woldt und Steffen Rössler als Ratefreund.

Für die kommende Spielserie von Richard Heubergers "Der Opernball" kehrt Publikumsliebling Harald Serafin wieder an die Volksoper Wien zurück, neben ihm wird u.a. auch der Josefstadt-Schauspieler Martin Zauner sein Debüt an der Volksoper Wien geben.

Für Giuseppe Verdis "La Traviata" konnte die Volksoper Wien die junge puertoricanische Sängerin Melba Ramos verpflichten, der mit Tomislav Muzek eine große Nachwuchshoffnung als Alfredo zur Seite steht.

Die aktuelle Produktion von Lortzings "Zar und Zimmermann" wird von Peter Edelmann in der Rolle des gleichnamigen Zaren "veredelt", die Rolle des van Bett übernimmt erstmals Lars Woldt, es dirigiert Altmeister Prof. Ernst Märzendorfer.

Die "West Side Story" erhält mit Renate Pitscheider (Maria) und Marko Kathol (Tony) ein neues Liebespaar.

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