"MultimediaStations": Die Zukunft der Wiener "Telefonhüttl'n"

Stadt Wien und Telekom Austria forcieren Zugang zu neuen Kommunikationstechnologien

Wien (OTS) - Durch eine Übereinkunft zwischen Stadt Wien und Telekom Austria wird die breite Nutzung moderner Kommunikationstechnolgien forciert. "Nur" Telefonieren in einer Telefonzelle gehört der Vergangenheit an: Mit der neuen Generation der "MultimediaStations" ist nunmehr auf öffentlichen Plätzen auch Internetsurfen (zu den Seiten der Stadt Wien sogar gratis), e-mailen oder Bildtelefonieren möglich. Telekom Austria plant, 300 bis 500 dieser neuen Telefonzellen in Kombination mit Citylights in Wien zu errichten. Anlässlich der Inbetriebnahme einer MultimediaStation im Wiener Rathaus präsentierten Donnerstag Wiens Planungsstadtrat Rudolf Schicker, der Leiter der Telekom Austria Business Solutions, Anton Steinringer, sowie der Geschäftsführer der Heimatwerbung, Ferdinand Ploner, die näheren Details zu den neuen Möglichkeiten für die WienerInnen, die modernen Informationstechnologien zu nutzen.****

Stadtrat Schicker begrüßte die Initiative als "wertvolle und wichtige Ergänzung der Bemühungen Wiens, im Sinne einer 'intelligenten Stadt' neue Kommunikationstechnologien und e-government zu forcieren und für alle zugänglich zu machen. Besonders freut mich in diesem Zusammenhang, dass der Zugang zum Internetangebot der Stadt bei den neuen MultimediaStations gratis ist", so Schicker. Gleichzeitig unterstrich der Stadtrat, dass sowohl bei der Gestaltung als auch den Standorten die Verträglichkeit mit dem Stadtbild genauestens geprüft wird.

300 bis 500 MultimediaStations in Wien geplant

Telekom Austria plant, den Bürgerinnen und Bürgern rund 300 bis 500 MultimediaStations in Kombination mit Citylights der Firma Heimatwerbung in Wien zur Verfügung zu stellen. Die multimedialen Telefonzellen ermöglichen die Nutzung als öffentliche Sprechstelle sowie als Internetzugang. "Die Integration neuer Technologien wie Breitband-Internet und Video bedeutet eine klare Aufwertung der Telefonzelle", beschreibt Mag. Anton Steinringer, Leiter von Telekom Austria Business Solutions, die Vorteile der neuen Telefonzelle. "Mit der neuen MultimediaStation bieten wir all jenen, die noch keinen Internetzugang haben, eine einfache Möglichkeit, die Vorteile des Internets kennen zu lernen", so Steinringer.

Die High-Tech-Ausstattung der MultimediaStations stammt von einem österreichischen Unternehmen, der Wiener Fa. APC interactive, die u.a. bereits auch für die ViennaAccessPoints die Technik bereit gestellt hat. Das Herz des Systems ist die Betriebs-, Wartungs- und Content-/Netzwerkmanagement-Software, die das Projekt technisch erst ermöglicht, erläuterte APC-Vorstand DI Rudolf Bulant die technischen Grundlagen.

Die MultimediaStation besteht aus einem leistungsfähigen Rechner, einem Monitor aus bruchsicherem Panzerglas, einer integrierten Webcam und einem Telefonhörer. Abgesehen von der Integration neuer Technologien und dem veränderten Aussehen unterscheidet sich die MultimediaStation von der "alten" Telefonzelle durch erleichterte Zusatzfunktionen. So unterstützt ein Online-Telefonbuch bei der Rufnummernsuche und die Menüführung, die auch auf Englisch abrufbar ist, erfolgt über einen (digitalen) Touchscreen. Zudem erleichtern voreingestellte Bildschirmmasken die Informationssuche im Web; die durch sogenannte "location based Services" also spezielle Suchmöglichkeiten wichtiger Dienstleistungen in der näheren Umgebung von ca.1 km. Dazu gehören natürlich Gastronomie, Hotelerie und interessantes Gewerbe. Diese Betriebe haben ab ca.15 EUR / Monat die Möglichkeit Ihre Anbote prominent zu plazieren und dem Benutzer direkten Zugang zu allen Informationen die über das Web abrufbar sind zu ermöglichen.

Die Bezahlung der unterschiedlichen Multimediadienste erfolgt mittels Münzen. Dabei sind die verschiedenen Services preislich gestaffelt. Der Standard-Tarif für Internetsurfen sowie das Versenden eines SMS beträgt 10 Cent pro Minute. Das Verschicken von E-Mails ist ab 10 Cent möglich; ab 20 Cent pro Minute kann man Telefonate mit gleichzeitiger Videoübertragung führen.

Der Zugang zum Internetangebot der Stadt hingegen ist gratis: Im Sinne eines kostenlosen Zuganges zur Informationsgesellschaft für alle wird Telekom Austria den Nutzern die eGovernment-Inhalte aus "wien.at" in seiner bisherigen und künftigen inhaltlichen und technischen Form zur Verfügung stellen.

Auch Großteil der Vienna Access-Points werden zu MultimediaStations

Bereits jetzt bietet die Stadt Wien den WienerInnen den kostenlosen Zugang zu Multimedia-Diensten auf den "Vienna Access Points" an. An 52 Standorten kann dadurch eine Vielzahl von Services wie wien.at, e-grätzl etc. genutzt werden.

Aus der kommunalen Sicht ist allerdings eine einheitliche Terminallandschaft von wesentlicher Bedeutung, da sich dadurch die Akzeptanz bei den Nutzern erhöht und somit den Wandel zur modernen Informationsgesellschaft fördert. Telekom Austria und Stadt Wien sind daher übereingekommen, die bestehenden "Vienna Access Points" in das Konzept der Multimedia Stationen zu integrieren und mehrheitlich in MMS auszutauschen. Stadt Wien "entlässt" die Standorte der "Vienna Access Points" in die Verantwortung der Telekom Austria, die im Zuge dessen auch die Wartung sowie die Führung des Betriebes übernehmen wird.

Geplanter Zeitablauf

Startschuss für das gemeinsame Projekt war das Vorliegen der Voraussetzungen für 60 ausgewählte Standorte bis zum Jahresende 2003. Die Grundlagen für den Aufbau von weiteren 150 multimedialen Zellen sollen bis zum Ende des Jahres 2004 vorliegen, sodass deren Aufbau sukzessive vorgenommen werden kann.

Infos im Internet: http://www.multimediastation.at/
(Schluss) gb

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