Schierhuber: EU-Strukturförderung als wichtiges Element der Förderung des ländlichen Raums

Schierhuber begrüßt Weiterführung der EU-Grenzlandförderung

Brüssel, 19. Februar 2004 (ÖVP-PK) "Die Strukturförderung der Europäischen Union trägt nachhaltig zur Förderung des ländlichen Raums bei. Die Gemeinsame Agrarpolitik und ihre zweite Säule können diese Aufgaben nicht alleine erfüllen, daher ist es überaus wichtig, dass im Zuge der Kohäsionspolitik der EU auch weiterhin entsprechende Mittel zur Erhaltung der Lebensqualität im ländlichen Raum zur Verfügung stehen", sagte die österreichische Bauernvertreterin im Europäischen Parlament, Agnes Schierhuber, anlässlich der gestrigen Präsentation des dritten Kohäsionsberichtes durch EU-Kommissar Michel Barnier im Europäischen Parlament. ****

Mit der EU-Erweiterung auf 25 Staaten werden die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede in der EU größer. "Es ist auch gerechtfertigt und entspricht dem Solidaritätsgedanken der EU, dass wesentliche Geldmittel in die neuen Mitgliedsländer fließen. Genauso wichtig und gerechtfertigt ist es aber, dass im Rahmen der Regionalförderung auch die strukturschwachen und hier insbesondere die ländlichen Gebiete der bisherigen EU-15 weiterhin in ihrer Entwicklung gefördert werden", betonte Schierhuber. Noch hätten nicht alle diese Gebiete ihren Aufholprozess abgeschlossen, eine Aufrechterhaltung der Regionalförderung auch für die EU-15 sei daher im Sinne der Ausgewogenheit innerhalb der Europäischen Union.
Die ÖVP-Europaparlamentarierin aus dem Waldviertel freute sich besonders über die Verlängerung der Interreg-Programme. "Von diesen Programmen profitieren Österreich und vor allem unsere Grenzlandregionen besonders. Mit Interreg wird die wichtige Zusammenarbeit auf grenzübergreifender und transnationaler Ebene gefördert. Die Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze ist für die Menschen in diesen Regionen ein guter Weg in eine sichere Zukunft", so Schierhuber.

In seiner Präsentation kündigte Kommissar Barnier an, dass 78 Prozent der zur Verfügung stehenden Geldmittel in die Prioritätsklasse 1 fließen würden. Das sind die bisherigen Ziel 1-Gebiete, also die besonders förderwürdigen Regionen. Die 2. Prioritätsklasse betrifft die Förderung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung. Hier werden 18 Prozent der Gesamtmittel zur Verfügung stehen. Die Prioritätsklasse 3 erhält 4 Prozent der Gesamtmittel, die damit zur Weiterführung der Interreg-Programme und der Grenzlandförderung genutzt werden können.

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