AKS: Wir wollen kein Volkswohl!

Die Aktion kritischer SchülerInnen zeigt sich erschüttert über die verbale Grenzüberschreitung des RFJ-Vorsitzenden Gudenus

Wien (SK) "Dass die FPÖ Österreichs politische Landschaft durch rechte Aussagen kaum mehr erschüttern kann, hat Haider erst vor kurzem wieder bewiesen als er von der demokratischen Legitimität Hitlers gesprochen hat", so die AKS-Bundesvorsitzende Kathi Kreissl. "Der RFJ-Vorsitzende Gudenus hat allerdings mit seiner heutigen Rhetorik über ScheinasylantInnen und Wirtschaftsflüchtlinge den Vogel abgeschossen." ****

Von 39.000 Asylwerbende werden in Österreich jährlich um die drei Prozent aufgenommen. In Traiskirchen befinden sich momentan über 1400 Menschen, auf diese kommen 15 SozialarbeiterInnen. Konzipiert ist das Flüchtlingslager für allerhöchstens 1000 Asylwerbende. "ÖsterreicherInnen vorzugaukeln, Asylwerbende würden auf ihre Kosten auf der faulen Haut liegen und aus Langweile mit Drogen dealen ist menschenverachtende Hetze", so Kreissl. "Das Spiel mit der Angst ist ein lukratives Geschäft, für die Freiheitlichen scheint es hier keine Grenzen zu geben."

Besonders erschüttert zeigt sich die SchülerInnenvertreterin von Gudenus Aussage, Caritas-Chef Küberl würde sich "am Volkswohl versündigen." "Aus welcher politischen Sozialisation muss der RFJ-Vorsitzende kommen, dass er derart einschlägige Begriffe verwendet?", fragte sich die AKS-Vorsitzende. "Diese Ressentiments zu schüren ist bedenklich und vor allem gefährlich. Selbst die FPÖ muss sich um Mindeststandards an sozialer Hygiene bemühen", schloss Kreissl. (Schluss) ns/mp

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