Grünewald: Gehrers 32 Vorziehprofessuren sind Augenauswischerei

Unis benötigen dringend mehr Personal um im internationalen Vergleich konkurrenzfähig zu bleiben

Wien (OTS) Der Wissenschaftsprecher der Grünen, Kurt Grünewald, bezeichnete die von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer heute angekündigte Genehmigung von 32 Vorziehprofessuren als "reine Augenauswischerei". "Das ist der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Die Universitäten benötigen seit langem dringend mehr Personal, um im internationalen Vergleich konkurrenzfähig zu bleiben", so Grünewald.

Ministerin Gehrer habe bereits im Jahr 2001 insgesamt 500 Vorziehprofessuren versprochen. Bis dato seien aber nicht einmal 15 % davon genehmigt worden. "Angesichts der Tatsache, dass heuer 205.956 Studierenden in Österreich gerade einmal 2000 Professorinnen und Professoren gegenüberstehen und somit auf einen Universitätsprofessor bzw. eine Universitätsprofessorin 100 Studierende kommen, kann diese Aktion wahrlich nicht als Meilenstein auf dem Weg zur Weltklasse-Uni gesehen werden", so Grünewald.

Die von Ministerin Gehrer ebenfalls gepriesene sechs %-ige Steigerung des Uni-Budgets im Vergleich zum Katastrophenjahr 2003 bedeute nicht mehr, als dass die Unis damit gerade einmal soviel wie im Jahr 2002 erhalten. Dabei sei der inflationsbedingte finanzielle Mehraufwand noch nicht eingerechnet. "Wahr ist vielmehr, dass es de facto zu einer Reduktion des Budgets auf das Niveau von 2002 kommt. Ministerin Gehrer beweist damit einmal mehr, dass Kosmetik für sie alles und wirkliche Verbesserungen ihr anscheinend nichts bedeuten," so Grünewald abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweis: Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005