"Neues Volksblatt" Kommentar: "Fasching" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 18. Februar 2004

Linz (OTS) - =

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel äußert sich zu
Spekulationen, wonach er EU-Kommissionspräsident werden könnte, nichts sagend. Er tut somit das, was jeder potentielle Anwärter auf ein bestimmtes Amt klugerweise tut. Wer sich selbst ins Gespräch bringt oder zu sehr Interesse an einer bestimmten Aufgabe erkennen lässt, hat sich meist selbst schon aus dem Spiel genommen. Unabhängig davon ist Schüssel natürlich ein ernst zu nehmender Kandidat für die Prodi-Nachfolge. Er ist ein überzeugter Europäer, er kommt aus einem kleinen Land (in diesem Fall ein Vorteil) und es hat ihm - nicht zuletzt - europaweit Respekt eingebracht, wie er das einstige >=Schreckgespenst" einer Haider-FPÖ auf europäischer Ebene salonfähig gemacht hat.
Noch sind es nur Chancen für Schüssel - und nicht mehr. Und trotzdem geht der SPÖ allein schon das europäische Interesse am österreichischen Kanzler gegen den Strich. Schon geifert der Bundesgeschäftsführer der SPÖ: Weil Schüssels Wendepolitik am Ende sei, folge nun die Flucht aus der Verantwortung ...
Gut für Darabos, dass noch Fasching ist.

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