Fischer: Soziale Gerechtigkeit muss einen fixen Stellenwert in unserer Republik haben!

Fischer auf Besuch in Wiener Betrieben und im Seniorenclub Rabengasse

Wien (SPW) "Am 25. April fällt die Entscheidung, wie es in Zukunft in Österreich weitergehen soll", erklärte Bundespräsidentschaftskandidat Heinz Fischer am Dienstag bei seinem Betriebsbesuch in der Zentralwerkstätte der Wiener Linien. Die Visite war der Beginn zu Fischers "Wien-Tag", an dem er auch den Unternehmen Herba Chemosan und Intercell AG einen Besuch abstattete. Abschließend eröffnete er gemeinsam mit Wiens Vizebürgermeisterin Grete Laska den Seniorenclub Rabengasse, wo er von den Pensionistinnen und Pensionisten besonders herzlich begrüßt wurde. ****

Ein guter Bundespräsident könne nur jener sein, der jahrelange politische Erfahrung habe und der sich bereits bewährt habe, stellte Fischer im Rahmen seines Vortrages vor einer Großzahl interessierter Mitarbeiter der Wiener Linien fest. Es sei nicht sehr überzeugend, sich als guten Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten zu sehen und sich gleichzeitig von der Politik abzugrenzen, denn: "Der Leiter eines Krankenhauses muss auch etwas von Medizin verstehen", betonte Fischer die notwendigen Eigenschaften eines Bundespräsidenten wie Kompetenz und politische Identifikation.

Zudem informierte Fischer, dass die Sozialdemokratie in der zweiten Republik bisher fünf Bundespräsidenten gestellt habe. Jeder Einzelne habe seine Aufgabe so erfüllt, dass das ganze Land auf seinen Präsidenten stolz sein konnte, erklärte Fischer und wiederholte seinen Wunsch, "diese Tradition fortzuführen", ohne jedoch im Falle eines Wahlerfolgs die Position eines "Gegenkanzlers" einnehmen zu wollen, denn: "Das ist nicht die Aufgabe des Bundespräsidenten."

Der Bundespräsident müsse sein Amt ernst nehmen sowie objektiv und überparteilich seine Pflichten erfüllen. Dort, wo es notwendig sei, müsse er auch auf die Erhaltung sozialer Gerechtigkeit pochen. Auch gehe es darum, mit politischem Gewicht bei Grundsatzfragen weichenstellend zu agieren: "Soziale Gerechtigkeit und soziale Fairness müssen einen fixen Stellenwert in unserer Republik haben und dürfen nicht unter die Räder kommen", so Fischer, der es in diesem Zusammenhang als "wenig glaubwürdig" bezeichnete, "wenn ein Regierungsmitglied, das unsoziale Maßnahmen wie Ambulanzgebühren oder Pensionskürzungen mitbeschlossen hat, plötzlich auf sozial macht".

"Wir haben in den letzten Jahren viel gelernt, auch dass Versprechungen nicht immer der politischen Realität entsprechen. Darum, gehen sie auf Nummer sicher und geben sie jenem Kandidaten ihre Stimme, der für eine berechenbare Politik steht und sich schon in der Vergangenheit bewährt hat", bat Fischer unter großen Beifall um Unterstützung.

Bei den Besuchen bei Herba Chemosan und Intercell zeigte sich Fischer beeindruckt von der innovativen Kraft, die von österreichischen Betrieben ausgehe und welche nicht zuletzt Hunderte hochqualifizierte Arbeitsplätze nicht nur sichere, sondern auch schaffe. Bei Fischers Rundgang sagten ihm viele begeisterte Mitarbeiter ihre volle Unterstützung zu, so auch im Seniorenclub Rabengasse: "Ich kann mir niemanden Besseren als Bundespräsidenten vorstellen als Heinz Fischer", so eine ältere Dame, die die Stimmung unter den Anwesenden auf den Punkt brachte. (Schluss) lk

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