Anbote für das Teilprojekt 2 zur Einführung der e-card eingelangt

Wien (OTS) - Im Projekt zur Einführung der e-card ist heute, Dienstag, ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt worden. Die Angebote für das Teilprojekt 2 - das Kartensystem - sind beim Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger termingerecht eingelangt. Diese werden nun von einer Bewertungskommission sorgfältig geprüft. Die Zuschlagserteilung ist für Ende März dieses Jahres geplant. Josef Kandlhofer, Sprecher der Geschäftsführung des Hauptverbandes: "Mit der Einlangung der Angebote ist damit ein weiterer Meilenstein zur planmäßigen Umsetzung des Projektes e-card gesetzt. Wir sind zuversichtlich, den Zuschlag bis Ende März erteilen zu können."

Was kann die e-card?

Das System e-card schafft die Grundlage für ein elektronisches Verwaltungssystem der österreichischen Sozialversicherung. In einem ersten Schritt wird der Krankenschein durch die e-card abgelöst. Als Krankenscheinersatz dient die e-card als Anspruchsnachweis des Patienten gegenüber dem Arzt und ersetzt die heute üblichen Krankenscheine aller Sozialversicherungsträger. Damit werden für den Karteninhaber medizinische Leistungen ohne administrative Umwege grundsätzlich papierlos zugänglich.
Laut gesetzlichem Auftrag ist die e-card als Schlüsselkarte konzipiert. Die Karte ist dabei selbst nicht Träger von Anwendungsdaten, sondern enthält lediglich die für die Identifikation und Steuerung der Zugriffsberechtigung notwendigen Daten und Schlüssel. Sie ist der Zugangsschlüssel zu systemgestützten Dienstleistungen und Daten. Auf der e-card werden ausschließlich administrative Daten des Karteninhabers wie Name, Titel, Geburtsdatum, Versicherungsnummer gespeichert.
Zusätzlich ist die e-card für die sichere elektronische Signatur vorbereitet. Die e-card kann also nach Erwerb eines entsprechenden Zertifikates auch als Bürgerkarte verwendet werden. Amtswege können dann mit der e-card rund um die Uhr von zu Hause aus elektronisch erledigt werden.
So wird es mit der e-card in Zukunft auch möglich sein, persönliche Daten im eSV-Portal der Sozialversicherung unter www.sozialversicherung.at abzufragen. Auf diesem Internet-Portal bietet die österreichische Sozialversicherung jetzt schon e-Services an, die sich an Versicherte, Dienstgeber und Vertragspartner der Sozialversicherung richten. So können z.B. der Versicherungsverlauf, der Versichertenstatus oder die Versicherungsnummer abgefragt werden. Ab Mitte dieses Jahres wird es sogar möglich sein, seine individuelle Pensionshöhe ausrechnen zu lassen.

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