Wien: Generika setzen sich durch

Verstärkter Einsatz von Generika bedeutet Einsparungen ohne Qualitätsverlust für Wiener Patienten

Wien (OTS) - "Prinzipiell positiv", beurteilt Wolfgang Andiel, Obmann des Generikaverbandes, die gemeinsame Generika-Initiative von Wiener Ärztekammer und Wiener Gebietskrankenkasse. Der Erfolg der Initiative wird maßgeblich davon abhängen, ob es wirklich gelingt auch die Spitalsärzte mit ins Boot zu holen.

Spitalsinduzierte Verordnungen als Kostentreiber

Bisher spielen Arzneimittelkosten in den Wiener Spitälern keine Rolle. Grund dafür sind die Marketingstrategien der Originalanbieter, die ihre Präparate im Krankenhausmarkt zu extrem günstigen Konditionen anbieten. Die Rechnung dafür wird später bezahlt. Niedergelassene Ärzte verordnen die teuren Originale jahrelang weiter, obwohl es günstigere generische Alternativen gibt. "Krankenhäuser gelten als die höhere medizinische Autorität", erklärt Andiel, "deshalb haben Ärzte hier massive Probleme ihre Patienten zur Umstellung zu bewegen. Die Angabe des Originalpräparats im Entlassungbrief erschwert de facto die Bestrebungen der praktischen Ärzte sinnvoll und ökonomisch zu verordnen". Gerade in Wien, wo ein Großteil der Patienten auch in Spitälern behandelt wird, entstehen dadurch enorme Folgekosten für das Gesundheitswesen.

Generische Einsparpotenziale nicht kleinreden

Der durchschnittliche Preisabstand zwischen Original und Generikum betrug bereits bisher 30 Prozent. Durch die neue Rabattregelung, die im Rahmen der 61. ASVG Novelle beschlossen wurde, wird sich dieser Abstand in Zukunft noch deutlich vergrößern. Generika sind dann bei Markteintritt um mindestens 45 Prozent günstiger als das vergleichbare Originapräparat. "Nachdem es keine medizinisch begründbaren Argumente gegen den sinnvollen Einsatz von Generika gibt, versucht man jetzt das Einsparpotenzial klein zu reden" so Andiel. Angesichts von mehr als 170 Millionen Packungen, die in Österreich jährlich verordnet werden, würden sich selbst Preisunterschiede im Centbereich rechnen.

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