Caritas Linz setzt Prüfungskommission zur Aufklärung der Vorwürfe ein

Caritas-Direktor Mühlberger verspricht lückenlose Aufklärung

Linz (OTS) - Caritasdirektor Mathias Mühlberger hat heute in einer Pressekonferenz zu den gestern von einem ehemaligen Mitarbeiter der Caritas erhobenen Vorwürfen Stellung genommen:"Für die Caritas steht das Wohl der von uns betreuten Menschen im Vordergrund, daher sehen wir es als unsere Pflicht, alle Vorwürfe und Hinweise sehr ernst zu nehmen, die auf ein Fehlverhalten unserer MitarbeiterInnen hindeuten. Deshalb ist es uns wichtig, alle Vorwürfe, die auf dem Flugblatt angeführt werden, lückenlos aufzuklären."

Obwohl die Vorwürfe, die sich auf St. Isidor beziehen, rund 20 Jahre zurückliegen, wurde umgehend eine Kommission zur Klärung dieser Vorwürfe eingerichtet.
"Ich bin sehr froh, dass Primar Dr. Werner Leixnering, Leiter der Abteilung für Jugendpsychiatrie der Linzer Wagner-Jauregg-Klinik sich bereit erklärt hat, als externer Fachmann Aufsicht und Kontrolle in der Kommission auszuüben", erklärt Caritas-Direktor Mühlberger. "Sofort nach Bekanntwerden der öffentlichen Vorwürfe haben wir mit dem Verfasser des Flugblattes Kontakt aufgenommen. Er hat sich bereit erklärt, mit der Kommission zusammenzuarbeiten und die Namen der Betroffenen und Zeugen zu nennen, um eine konkrete Überprüfung zu ermöglichen." Je nach Ergebnis dieser Überprüfung werden umgehend die entsprechenden Konsequenzen gezogen.

Ausdrücklich hält Mühlberger fest, dass der in der Medienberichterstattung kolportierte Vorwurf des sexuellen Missbrauchs in dem Flugblatt gar nicht erhoben wird. In keiner Weise haltbar sei auch der Vorwurf, dass ein Jugendlicher in einer Einrichtung der Caritas zur Prostitution gezwungen worden sei. Das betreffende Projekt unterliege der ständigen Kontrolle durch das Land OÖ. Das im Flugblatt angesprochene 2003 verstorbene Mädchen war zwar eine ehemalige Bewohnerin von St. Isidor. Sie sei aber seit 1982 nicht mehr in Betreuung der Caritas.

Die Caritas arbeitet täglich mit Menschen, die unsere bestmögliche Betreuung und Begleitung brauchen. Sie haben ein Recht auf sensible, menschliche und hochprofessionelle Betreuung, gerade für Menschen mit Behinderungen. Deshalb hat die Caritas in St. Isidor diverse Maßnahmen zur Begleitung und zum Schutz der KlientInnen eingerichtet:
z. B. stehen bereits seit 1994 PsychologInnen und PsychotherapeutInnen für die Kinder und deren Familien zur Verfügung. Seit zwei Jahren können außerdem Kinder bei einer anonymen Hotline anrufen und ihre Sorgen und Probleme schildern. HausleiterInnen sorgen für die pädagogische und disiziplinäre Begleitung der ErzieherInnen.

Rückfragen & Kontakt:

Caritas Österreich
Mag. Hemma Spreitzhofer
Tel.: (++43-1) 48831/42s od. 0664/3846625
kommunikation@caritas-austria.at http://www.caritas.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCZ0001