Der "Kodex K" - ein erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt von FV Werbung und BBG

"Kodex K" - ein zum ersten Mal gemeinsam von Auftraggeber- und Auftragnehmerseite erarbeiteter Leitfaden zum Vergaberecht -präsentiert

Wien (PWK108) - "Wie werden Kommunikationsdienstleistungen richtig eingekauft?" "Worauf müssen sowohl öffentliche Auftraggeber wie auch Unternehmen der Privatwirtschaft achten, wenn sie eine Ausschreibung für Marketing, Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit durchführen? Wie bewertet man Angebote korrekt?" "Handelt es sich in jedem Fall um geistig-schöpferische Dienstleistungen?" Antwort auf diese und ähnliche Fragen gibt der neu erschienene "Kodex K": "Mit der Herausgabe des ‚Kodex K’ ist es dem Fachverband Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich gelungen, das österreichische Bundesvergabegesetz, kurz BvergG, - eine Rechtsmaterie, die für die Vergabe von Bau-, Liefer- und Dienstleistungen gilt - praxisnah für den Dienstleistungsbereich Werbung und PR aufzubereiten", so Kathrin Hornbanger, Prokuristin der Bundesbeschaffung GmbH (kurz BBG), und Adi Leitner, ebenfalls BBG. Der gemeinsam erarbeitete Leitfaden zum Vergaberecht, der "Kodex K", stelle - trotz oder gerade wegen - nicht immer gleichlautender Interessen eine Pionierleistung dar.

In den vergangenen beiden Jahre verzeichnete der Fachverband Werbung eine zunehmende Zahl von Beschwerden gegen die Vergabepraxis von Auftraggebern der öffentlichen Hand. "Dabei geht es", so Fachverbandsobmann Ruttinger, "im öffentlichen Bereich um Aufträge in der Höhe von rund 170 Millionen Euro."

Ruttinger sieht für seine Branche eine "notwendige Vergabe-Leitkultur durch öffentliche Aufträge - immerhin verfügen 23,8 Prozent aller Mitgliedsfirmen derzeit über solche." Der vom Fachverband Werbung unter Mitwirkung der Bundesbeschaffung GmbH (kurz BBG) herausgegebene "Kodex K" soll auf etwa 100 Seiten diese Leitkultur schaffen.
Die vom Fachverband durchgeführte Branchenumfrage im November 2003 zeigt, dass 85,6 Prozent seiner Mitglieder immer mehr Leistung für gleiches Geld abverlangt wird, 72,5 Prozent der Branche beklagen ruinösen Preiswettbewerb. Im Zusammenhang wurden von 42,4 Prozent aller Betriebe bereits kostenlose Leistungen, wie etwa Gratispräsentationen, durch die öffentliche Hand gefordert. Diese erwartete gar von etwa der Hälfte (49,8 Prozent) derer, die in den vergangenen 3 Jahren öffentliche Werbeaufträge erhielten, solche Gratisleistungen.
"Der Kodex K ist aber auch ein Leitfaden für private Auftraggeber", so der steirische Spartenobmann Heimo Lercher, unter dessen Leitung ein Expertenteam von WKÖ (stv. Fachverbandsobmann Thomas Gams und Vergaberechtsexpertin Dr. Annemarie Mille) und BBG (Kathrin Hornbanger und Adi Leitner) den Inhalt und die Praxis des Bundesvergabegesetzes in Bezug auf Kommunikationsaufträge detailliert und verständlich dargestellt hat.

Von der Erstellung und Veröffentlichung der vorgeschriebenen Ausschreibungen über die Erläuterung der entsprechenden Auftragslimits sowie gesetzlichen Kostenpflichtigkeit von Kreativleistungen (also auch der Präsentationen) bis hin zu Fristenläufen und Einspruchsmöglichkeiten zu kurz gekommener Auftragsinteressenten spannt sich der Bogen des "Kodex K", den der Fachverband als seine wichtigste Publikation der vergangenen Jahre sieht. Der "Kodex" wird in den nächsten Wochen ausgeliefert und öffentlichen Stellen zugesandt.

Die örtlichen Fachgruppen Werbung der Wirtschaftskammern Österreich versenden auf Anfrage auch kostenlose Exemplare an ihre Mitglieder. "Diesen sind nämlich", so Ruttinger, "die geltenden Vorschriften bei der Vergabe von Werbeaufträgen der öffentlichen Hand laut Fachverbandsumfrage zu 67,8 Prozent ‚ eher weniger, kaum oder

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