Verständnis für Beitragsanhebung

Presseaussendung SVB-Beiratsvorsitzender ÖKR Josef Zechner, 17.2.2004 Wien (OTS) - Der Beirat der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) hat sich in seiner letzten Sitzung eingehend mit den Neuerungen der Pensionsreform und des Gesundheitswesens befasst. Dabei wurden die Anhebung des Familienrichtsatzes auf 1.015 Euro sowie die Absenkung der Anrechnung des fiktiven Ausgedinges anerkennend zur Kenntnis genommen. "Zusammen mit der Anhebung um 1,5 Prozent bei den niedrigen und um 10 Euro bei den höheren Pensionen, ist eine Werterhaltung der Pensionen gegeben", so der Beiratsvorsitzende ÖKR Josef Zechner.

Eine besondere Problematik ist, so wie bei allen Sozialversicherungen, die ständige Steigerung der Kosten für Heilmittel, Anstaltspflege und der ärztlichen Hilfe. Dazu Zechner:
"Die Bauernpensionisten waren selbst als Betriebsführer Beitragszahler und haben daher volles Verständnis, dass die Kosten der gesundheitlichen Sicherheit und Versorgung mitgetragen werden müssen." "Die moderate Anhebung des Krankenversicherungsbeitrages der Pensionisten um 0,5 Prozent auf 4,75 Prozent der Bruttopension wird als gerechtfertigt empfunden, weil damit eine vorbildliche Versorgung im Krankheitsfall ohne Rücksicht auf Alter und Krankheit gegeben ist", betont der Vorsitzende weiters.

Um die soziale Sicherheit der bäuerlichen Familien sicher zu stellen und zu erhalten, bedarf es aber einer Solidarität der Generationen, denn: "Den hohen sozialen Versorgungsstand aufrecht zu erhalten, ist den aktiven Bäuerinnen und Bauern durch den dramatischen Strukturwandel alleine nicht zumutbar". ÖKR Zechner verurteilt auch so manche politische Aussage: "Bei Sicherungsmaßnahmen (KV-Erhöhung) für das Gesundheitssystem von Pensionsraub zu sprechen ist für mich unverständlich, wenn für dieselben Pensionisten Straßenbahngebühren, Kanalgebühren, Wassergebühren, Müllabfuhrgebühren durch die Gemeinden, oder Strompreise durch die Versorgungsunternehmen mit der Begründung wirtschaftlicher Notwendigkeit erhöht werden."

Zechner stellte abschließend für den Bauernstand fest: "Niemand kann ein Interesse daran haben, an Stelle seiner Sozialversicherung mit Selbstverwaltung, in die alleinige Staatsobsorge übergeben zu werden. Politiker mit Verantwortung wissen, dass man manches ändern und der Zeit anpassen muss, um Gutes zu erhalten".
"SVB-Obmann Karl Donabauer und sein Team im Hause der SVB mit Gen. Dir. Franz Ledermüller an der Spitze, waren schon immer gute Wegweiser und so können sich die bäuerlichen Versicherten auf ihre Vertreter verlassen, meinte Zechner.

Allen "Miesmachern" möchte der langdienende Standesvertreter aber verdeutlichen: "Begreift endlich, die Sicherheit der Pensionen garantieren nicht Politiker, sondern die Werte schaffende Generation der aktiv Beschäftigten".

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Dr. Georg Schwarz
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