ÖH: Elite-Unis für alle!

Qualität und Masse darf kein Widerspruch sein!

Wien (OTS) - Die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) Bundesvertretung kritisiert, dass in der Diskussion rund um Elite-Universitäten viele soziale und bildungspolitische Aspekte sträflich vernachlässigt werden.

"Die Entwicklung Richtung ‚Elite-Zentren' begann schon vor längerer Zeit. Wir haben die Einführung der Studiengebühren deutlich gespürt -die Sozialanträge bei der ÖH häuften sich. Die Studierenden sind in finanzielle Notlagen geraten, denn selbst ein ausgeklügeltes Beihilfensystem wird immer Lücken aufweisen.", meint Patrice Fuchs, Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

"Die absehbare Freigabe der Studiengebühren wird noch mehr Menschen von den Universitäten verdrängen. Leider werden auch jene dabei sein, die das Zeug dazu hätten, exzellente WissenschafterInnen zu sein und somit den Wissenschaftsstandort Österreich in der internationalen Vernetzung und Schwerpunktsetzung aufzuwerten.", so Fuchs. "Aus unserer Sicht ist dieses Vorgehen ein Schnitt ins eigene Fleisch."

"Das Ziel muss sein, dass möglichst viele Menschen eine fundierte, breite Ausbildung erhalten, weil es für den Fortschritt eines Landes wichtig ist, viele selbstbestimmte, kritische Stimmen hervorzubringen- je mehr desto besser.", so Schallmeiner.
"Nur unter dieser Prämisse kann Österreich einen gewichtigen Beitrag in der internationalen Bildungslandschaft leisten und nur so können andere Länder auch von Österreich profitieren.", so Ralph Schallmeiner, Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

"Wenn man bedenkt, dass in naher Zukunft nur eine Handvoll Menschen eine qualitativ hochwertige Bildung erhalten wird und der Rest es sich nicht leisten kann, so wird das Bildungsniveau drastisch sinken. Diese Kluft zwischen elitären WissenschafterInnen und der restlichen Bevölkerung wird nicht mehr zu schließen sein und massive gesellschaftliche Konflikte mit sich bringen.", so Schallmeiner.

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