Swoboda: Großer Abstimmungserfolg zu Tiertransporten

Alle Anträge im Verkehrsausschuss angenommen - wichtiges Etappenziel erreicht

Wien (SK) Eine "klare Ansage für mehr Tierschutz" nennt Hannes Swoboda, SPÖ-Delegationsleiter im Europäischen Parlament und Mitglied des Verkehrsausschusses, die heutige Abstimmung über den Kommissions-Vorschlag für eine neue Tiertransport-Verordnung. "Sämtliche Abänderungsanträge, die ich zur Stellungnahme des Verkehrsausschusses eingebracht habe, wurden angenommen. Das ist ein wichtiger Zwischenerfolg und eine deutliche Botschaft an die konservativen Kräfte im Landwirtschaftsausschuss, sich nicht gegen Verbesserungen in Sachen Tiertransporte zu stellen. Auch für die Plenar-Abstimmung haben wir im Verkehrsausschuss deutlich gemacht, dass wir strengere Regelungen wollen, als dies der Vorschlag der EU-Kommission vorsieht". ****

Konkret wurden heute mit überwältigender Mehrheit die zentralen Punkte des Forderungsprogramms der SPÖ-Delegation angenommen. Swoboda: "Besonders wichtig war dabei die grundsätzliche Begrenzung der Transportdauer auf acht Stunden bzw. 500 Kilometer. Damit soll sicher gestellt werden, dass Endlos-Transporte quer durch den Kontinent in Zukunft nicht mehr möglich sind." Ebenfalls akzeptiert wurde die Forderung nach mehr und intensiveren Kontrollen der Transportfahrten, nach einem Transportverbot von Tieren jünger als vier Wochen sowie nach regelmäßiger Weiterbildung des Personals.

Darüber hinaus, so Swoboda, "konnten wir auch erreichen, dass die Transportfahrzeuge zur Erleichterung der Kontrollen in Zukunft besser gekennzeichnet werden sollen und dass bei Transportfahrten über 150 Kilometer ein Veterinär beim Be- und Entladen vor Ort sein muss. Und bei verletzten Tieren muss die Transportfähigkeit ohnedies grundsätzlich durch einen Tierarzt festgestellt werden."

Zusätzliche Verbesserungswünsche zum Kommissions-Vorschlag hätten vor allem das Platz-Angebot für die Tiere (bis zu 20 Prozent mehr, so dass alle Tiere gleichzeitig im Fahrzeug liegen können) und strengere technische Anforderungen an das Fütterungs- und Trinkwassersystem betroffen. Der Europaabgeordnete abschließend: "Das jetzt erzielte Abstimmungsergebnis entspricht dem Anliegen jener 80.000 Menschen in Österreich, die bisher unsere Unterschriften-Aktion gegen sinnlose Tiertransporte unterzeichnet haben. In diesem Sinne bitten wir angesichts der bevorstehenden schwierigen Abstimmungen im Landwirtschaftsausschuss und im Plenum weiterhin um Unterstützung!" (Schluss) ns/mp

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