Ladenöffnungszeiten: Grüne - "Bauchfleck für Landeshauptmann Pröll"

Krismer: Prognose der Grünen eingetroffen

St. Pölten (Grüne) - Harte Kritik übten die NÖ Grünen vor einem halben Jahr gegenüber der Landesregierung, als Landeshauptmann Erwin Pröll die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ungefiltert vom Bund weitergab. Weiß jetzt auch die Wirtschaftskammer aufgrund der Zahlen, dass keine Umsatzsteigerung zu tragen kam, nicht einmal bei großen Einkaufstempeln wie der Shopping City Süd, sehen die Grünen dennoch Verlierer. "Auch kleinere Einkaufszentren versuchten es den großen nach zu machen, was mit erhöhten Kosten, jedoch kaum Nutzen verbunden war. Massiv sind die VerkäuferInnen betroffen, die diese Liberalisierung mit verminderter Lebensqualität bezahlen mussten", so die Wirtschaftssprecherin der NÖ Grünen, Helga Krismer.

Bei diesem Experiment gab es nach Ansicht der Grünen keine GewinnerInnen. Die KonsumentInnen geben nicht mehr aus, als sie in der Geldtasche haben. Schwieriger wurde die Situation für die Innenstädte, die teilweise von Straßenzügen mit geschlossenen Rollläden geprägt sind. "Wenn sich ein Stadtmarketing nur an den eventuell vorhandenen Innenstadt-Einkaufszentren orientiert, wie etwa in Amstetten, kommen die EinzelhändlerInnen unter Druck."

Die Grünen setzen sich daher weiterhin für eine Abgabe der Einkaufs- und Fachmarktzentren ein, damit mit diesen Mitteln die Innenstädte belebt werden können. Von Seiten des Landes sollten Städte gefördert werden, die sich unter Berücksichtigung der kleineren Innenstadtgeschäfte für eine einheitliche Ladenöffnungszeit entschließen. "Eine weitere Orientierung an den flexiblen großen Einkaufszentren wird langfristig keinen positiven Effekt auf das Aussterben der Innenstädte haben", so Krismer abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Presse - Grüner Klub im NÖ Landtag +432742/9005-16703 - landtag@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRN0002