"Am Schauplatz extra" im ORF: Das schwierige Geschäft mit dem Lustigsein

"Lustige Zeiten" am 20. Februar um 21.20 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Andere Menschen bei Laune zu halten ist
Knochenarbeit. Das weiß jeder, der sich mit Singen, Witzereißen und sonstigen Einlagen um Applaus und ein paar Lacher bemüht. Ein Alleinunterhalter muss vor allem eines sein: von sich selbst und seinem Talent überzeugt. Auch wenn er mitunter in leere Ränge blickt und die Reaktionen auf seine künstlerischen Einlagen oft zu wünschen übrig lassen. "Lustige Zeiten", ein "Am Schauplatz extra" von Peter Liska und Alfred Schwarz, steht am Freitag, dem 20. Februar 2004, um 21.20 Uhr auf dem Programm von ORF 2.

Manche nehmen von der Arbeit des "Steirer Franz" nur wenig Notiz

Der "Steirer Franz" tourt bereits seit vielen Jahren durch Vorstadtcafés, Heurige und Touristenveranstaltungen. Manchmal wird er umjubelt, dann hat sich sein eigener Fanklub ins Publikum gemischt. Doch oft muss er um Aufmerksamkeit und Anerkennung kämpfen. Denn in manch verrauchtem Beisl nimmt man von der harten Arbeit des Allroundmusikers nur wenig Notiz. "Das ist der Job, auch solche Menschen haben ein Recht auf Unterhaltung", meint er trocken, während sich im Hintergrund ein paar Angeheiterte über ihn lustig machen.

Clownkostüm als Schutzschild, um schwere Schicksale zu verkraften

Auch Ilka und Martin Kotal müssen sich bei jedem Auftritt auf komplizierte Situationen einstellen. Das Clown-Ehepaar tingelt mit "Roten Nasen" durch Wiens Spitäler und versucht jenen, denen gerade nicht zum Lachen zu Mute ist, eine kurze heitere Zeit zu schenken. "Das Clownkostüm ist ein Schutzschild, um die schweren Schicksale mit denen man konfrontiert wird, zu verkraften. Man kann sehr viel lernen von diesen Menschen, die ihr Leben meistern und sich zum Beispiel gerade an den Rollstuhl gewöhnen müssen. Die lachen mitunter so herzlich, dass einem ganz anders wird", meinen die Proficlowns.

Geburtstagsüberraschung für Frauen jedes Alters

Richy wiederum geht jeden Auftritt recht locker an. Er ist von sich und seinen Künsten überzeugt und hatte noch keinen Flop. Egal ob er als Polizist oder als Postler in eine Geburtstagsparty platzt, nach seinem Auftritt ist die Stimmung immer besser. Denn Richy bringt Schwung in jede Runde. Er tanzt vor überraschten weiblichen Geburtstagskindern, ob 20 oder 70 Jahre alt, bis die Frauen toben -und der Modellathlet am Schluss nackt dasteht.

Magendurchbruch statt künstlerischem Durchbruch

Oskar Kainz hat es da schwerer. "Den künstlerischen Durchbruch schaff' ich nimma, eher den Magendurchbruch", meint der Wienerliedsänger und Entertainer. Seit 35 Jahren versucht der "Möchtegern-Heinz-Conrads" in die Fußstapfen seines Idols zu treten. Vergeblich. Dennoch hat er sein Stammpublikum. Er gilt als der König der Pensionistenheime. Es wird gelacht, getanzt und es entsteht ein Leuchten in den Augen der alten Menschen, das auch zynische Kritiker des ewigen Talents verstummen lässt.

"Schauplatz"-Team begab sich auf die Spuren von wenig bekannten Stimmungskanonen

Am Höhepunkt des Faschings hat sich die "Schauplatz"-Redaktion mit dem schwierigen Geschäft des Lustigseins beschäftigt, hat Lachseminare, Geburtstagspartys, Krankenhäuser und Vorstadtcafés aufgesucht und sich auf die Spuren wenig bekannter Stimmungskanonen gemacht. Ein Potpourri von Menschen, die auf sehr unterschiedliche Art lustige Zeiten erleben.

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