AKS wirft Gudenus "menschenverachtende Hetze" vor

Die Aktion kritischer SchülerInnen zeigt sich erschüttert über die verbale Grenzüberschreitung des RFJ-Vorsitzenden Gudenus

Wien (SK) "Dass die FPÖ Österreichs politische Landschaft
durch rechte Aussagen kaum mehr erschüttern kann, hat Jörg Haider erst vor kurzem wieder bewiesen mit seiner Behauptung, Hitler wäre 'demokratisch an die Macht gekommen'", so die AKS-Bundesvorsitzende Kathi Kreissl. In die gleiche Reihe stellt Kreissl auch die heutigen Aussagen von RFJ-Vorsitzenden Gudenus. Gudenus' Ausfälle gegen "Scheinasylanten" und "Wirtschaftsflüchtlinge" wollte Kreissl allerdings nicht unwidersprochen lassen. Sie warf dem RFJ-Vorsitzenden "menschenverachtende Hetze" vor. ****

Von 39.000 Asylwerbende werden in Österreich jährlich rund drei Prozent aufgenommen. In Traiskirchen befinden sich momentan über 1.400 Menschen, auf diese kommen 15 SozialarbeiterInnen. "Den Österreichern vorzugaukeln, Asylwerbende würden auf ihre Kosten auf der faulen Haut liegen und aus Langweile mit Drogen dealen, ist menschenverachtende Hetze", zeigt sich Kreissl erbost. "Das Spiel mit der Angst ist ein lukratives Geschäft, für die Freiheitlichen scheint es hier keine Grenzen zu geben."

Besonders erschüttert zeigt sich die SchülerInnenvertreterin von Gudenus' Aussage, Caritas-Chef Küberl würde sich "am Volkswohl versündigen." "Aus welcher politischen Sozialisation muss der RFJ-Vorsitzende kommen, dass er derart einschlägige Begriffe verwendet?", fragte die AKS-Vorsitzende. "Diese Ressentiments zu schüren ist bedenklich und vor allem gefährlich. Selbst die FPÖ muss sich um Mindeststandards an sozialer Hygiene bemühen", schließt Kreissl. (Schluss) wf/mm

Rückfragehinweis: Kathi Kreissl (0699) 11 40 81 42

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