Nordbahnhofgelände: "Stadt der Zukunft" wird Realität

Rund 1.400 neue Wohnungen, Kindertagesheim und neuer Park - Ausstellung im Magistratischen Bezirksamt Leopoldstadt

Wien (OTS) - Das Programm der Wiener Stadtregierung "100 Projekte für Wien" sieht im Bereich der Stadtentwicklung nicht nur die Schaffung neuer Bezirks- und Stadtteilzentren vor, sondern vor allem auch die Nutzung innerstädtischer Entwicklungspotenziale. Eine der bedeutendsten und größten innerstädtischen Entwicklungszonen ist das Gelände des Nordbahnhofes. Im vergangenen Herbst wurden für die Teilbereiche die städtebaulichen Wettbewerbe "Alte Busgarage" und "Wohnen am Park" abgehalten, deren - zum Teil bereits überarbeitete - Ergebnisse nun wie angekündigt im Rahmen einer Ausstellung der Bevölkerung präsentiert werden. Die Ausstellung wurde heute von Planungsstadtrat Rudolf Schicker und Bezirksvorsteher Gerhard Kubik eröffnet.

Für das Nordbahnhofgelände entstand in den 90er-Jahren durch die Zusammenarbeit von Architekten, Stadtplanern, Verkehrsexperten, Soziologen und Ökologen ein Konzept für eine nachhaltige Entwicklung dieses Gebietes - damals "Stadt der Zukunft" genannt. Die städtebauliche Entwicklung am Nordbahnhof setzt durch die Lage an der Achse zwischen Innenstadt und Donau-City einen Impuls für die gesamte Stadt, besonders aber für den zweiten Wiener Gemeindebezirk, wobei der neue Stadtteil am Nordbahnhof einen imagefördernden Kontrast zu den historischen Viertel der Leopoldstadt darstellt.****

Leopold-Park

Mit zwei Wettbewerben wurden die städtebaulichen Voraussetzungen für neue Wohnungen und ein neues Kindertagesheim geschaffen. Als besonders erfreulich bezeichneten Schicker und Kubik anlässlich der Ausstellungseröffnung, dass mit diesen Projekten nicht nur der Startschuss für den Leopold-Park, der größten Neuerrichtung einer Parkanlage in Wien, gegeben wurde, sondern nach der ersten Bebauungsphase mit Büros entlang der Lassallestraße nunmehr auch die ersten Wohnbauten am Nordbahnhofgelände entstehen sollen. Besonders erfreuliches Ergebnis der Wettbewerbe sei zudem, dass alle Siegerprojekte von jungen ArchitektInnen-Teams stammen und das Jury-Ergebnis zeige, welches kreative Potenzial in der jungen Architektur-Szene vorhanden sei.

Nordbahnhof: Rund 1.400 neue Wohnungen - neues Kindertagesheim

Für die weitere städtebauliche Entwicklung des Nordbahnhofgeländes schrieb die GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft), gemeinsam mit den Wiener Linien und der Magistratsabteilung 21A zwei geladene, anonyme Wettbewerbe im Bereich der Busgarage Engerthstraße/Vorgartenstraße aus, deren Jurysitzungen im November 2003 stattgefunden haben.

Die Erstellung eines Bebauungsplanes ist für Ende 2004 vorgesehen. Die Busgarage wird Anfang 2006 abgesiedelt. Die Fertigstellung der Wohnbauten soll gemeinsam mit Schule und Park im Jahr 2008 erfolgt sein.

Wettbewerb "Alte Busgarage"

Für das Gelände der denkmalsgeschützten "Alte Busgarage" sollen ca. 600 Wohnungen auf dem Gelände der Busgarage sowie bis zu 400 Wohnungen auf den angrenzenden Flächen der Stadt Wien entlang der Vorgartenstraße entstehen. Geschäftsflächen sind nur an der Engerthstraße vorgesehen. Auf dem freien Grundstücksteil des Kindertagesheimes Engerthstraße 152a soll südwestlich davon an der Vorgartenstraße ein Kindertagesheim mit sechs Gruppen errichtet werden. Als Siegerprojekt wurde der Entwurf von Arch. DI Günter Lautner gewählt.

Für die Jury war die Klarheit und Einfachheit der städtebaulichen Konzeption für das Haupt-Wettbewerbsgebiet, die Angemessenheit der Lösung für ein Wohngebiet, und die hohe Charakterisierung des öffentlichen Straßenraumes Vorgartenstraße durch die Konzeption der tieferliegenden Vorgärten ausschlaggebend. Für die Weiterbearbeitung im Sinne der erforderlichen Widmungen wird eine Verdichtung im Bereich des ÖBB-Geländes vorzunehmen sein.

Wettbewerb "Wohnen am Park"

Für den Bereich Vorgartenstraße/Walcherstraße bzw. Vorgartenstraße/Leopoldpark ist an die Errichtung von rund 400 Wohnungen mit Geschäftsflächen im Erdgeschoss an der Vorgartenstraße und Walcherstraße gedacht. Als Siegerprojekte wurden die Entwürfe der Architekten Ganahl Ifsits Larch ZT KEG bzw. von Arch. Popelka / Poduschka gewählt.

Das Siegerprojekt für den Block Vorgartenstraße/Walcherstraße stammt von den Architekten Ganahl Ifsits Larch ZT. Für die Jury ausschlaggebend waren die sehr angebotsreiche EG- und 1.OG-Zone, die Verbindung vom Park zum Donauraum sowie die attraktive Lösung des Überganges von der Straße zum Park. Insgesamt bezeichnete die Jury den Entwurf als ein solides Projekt.

Für die Bebauung am Park wurde von der Jury das Projekt der Architekten DI Annemarie Popelka und DI Hans Georg Poduschka als Preisträger vorgeschlagen. Das Projekt stellt einen innovativen Beitrag zum Wiener Wohnbau dar. Das Zurückrücken von der Vorgartenstraße ist ein positives städtebauliches Element. Hingewiesen wurde auf die sehr differenzierte Verflechtung der Wege im Haus.

Die Ausstellung der Projekte ist bis 27. Februar im Magistratisches Bezirksamt, 1020, Karmelitergasse 9, Zimmer 10, zu besichtigen. Öffnungszeiten: jeweils Mo, Di, Mi und Fr von 8.00 bis 15.30 Uhr und Donnerstag von 8.00 bis 17.30 Uhr.

Infos im Internet:

o http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/nordbahnhof/index.htm

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) gb

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