ARBÖ fordert Sicherheitsmaßnahmen bei für Kleintransportern

Ohne zusätzlichen Kontrollen geht es nicht

Wien (OTS) - 27 Menschen verloren von Jänner bis November 2003 bei Unfällen mit Kleintransportern (Lkw unter 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) das Leben. "Dieser Anstieg in einem Jahr von 18 auf 27 Getötete macht Verkehrssicherheitsmaßnahmen des BMVIT erforderlich", erklärte ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.

Die ARBÖ-Forderungen im Detail:

* Vereinheitlichung beim Wochenendfahrverbot: dieses soll auch für gewerblich genutzte Klein-Lkw unter 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gelten. Ebenfalls anzustreben sind international abgesicherte Lenk- und Ruhezeiten für die Lenker dieser gewerblich genutzten Transportfahrzeuge.

* Effiziente und intensive Kontrolle, der erforderliche Überwachungsstandard der Exekutive ist nicht gegeben.

* Verstärkte technische Auflagen für Kleintransporter (z.B. Befestigungsvorrichtungen für Ladegut) und jährliche Überprüfung der technischen Sicherheitseinrichtungen.

* Initiativen zur Förderung der generellen Gurtanlegemoral von Lkw-Fahrern: Eine konzertierte Kampagne "Hat's geklickt" wäre zur Bewusstseinsbildung unter aktiver Beteiligung der Arbeitgeber ins Leben zu rufen: Lkw-Fahrer schnallen sich viel zu wenig an.

* Zusätzliches Training des Risikobewusstseins der Lkw-Lenker. Möglichst mit dem eigenen Fahrzeug, um potenzielle Gefahrensituationen zu meistern.

Der ARBÖ erneuert seine Forderung an das BMVIT, eine österreichweite Kampagne zur Bewusstseinsbildung zu starten: diese auch für PKW-Lenker, welche Lkw-Lenker als Partner sehen sollen. Nicht alle PKW-Lenker sind sich beispielsweise bewusst, welche langen Bremswege schwere Lkw benötigen und daher der auf Autobahnen vorgeschriebene Mindestabstand von 50 Metern zum ureigenen Schutz einzuhalten ist. Ein Hineinschneiden der Pkw-Lenker in diese Sicherheitszone muss der Vergangenheit angehören.

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