"profil": Karl Habsburg fordert Entschädigung für NS-Enteignungen

Insgesamt drei Habsburger-Anträge auf Rückgabe eingebracht

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, fordert jetzt auch Kaiserenkel Karl Habsburg Entschädigung für Familienvermögen, das während der NS-Zeit enteignet wurde. Konkret fordert Habsburg von der Republik Österreich die Rückgabe von Schlössern und rund 20.000 Hektar Waldbesitz. Bei den Besitzungen im Wert von rund 200 Millionen Euro handelt es sich um Vermögen des 1919 enteigneten habsburgischen Familienversorgungsfonds, das im Austrofaschismus restituiert und im NS-Regime erneut enteignet wurde. Offiziell wurde der Anspruch Karl Habsburgs von einem Verein eingebracht.

Insgesamt liegen laut dem Bericht von "profil" drei Rückgabeanträge von habsburgischen Familienzweigen vor. Abgesehen vom den Rückgabeforderungen Karl Habsburgs waren bereits im Mai 2003 von Christian Habsburg Ansprüche einer Familien-Privatstiftung geltend worden. Eine weitere Rückgabeforderung ist knapp vor Ende der Antragsfrist am 27. Jänner von Michael Salvator Habsburg, dem Präsidenten eines Nachfolgevereins des früheren habsburgischen Familienversorgungsfonds, angemeldet worden.

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