Schüssel und Bartenstein: "Österreich ist Tourismusweltmeister!"

"Tag der Tourismuswirtschaft" der Wirtschaftskammer Salzburg und Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft - Über 500 Touristiker im SalzburgCongress

Salzburg (OTS) - Salzburg, am 13. Februar 2004/WKS. Seinen "hohen Respekt vor den Leistungen der Tourismusunternehmer" verlieh Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel am Freitag beim "Tag der Tourismuswirtschaft" im Salzburg-Congress Ausdruck. Über 500 Unternehmer aus dem Bereich Tourismus und Freizeitwirtschaft fanden sich auf Einladung der Wirtschaftskammer Salzburg und ihrer Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft im vollbesetzten Saal des SalzburgCongress ein. Geboten wurde ihnen ein höchstkarätig besetztes Programm, allen voran mit Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein.
"Man muss die Leistungen des Tourismus auch anerkennen" so Schüssel, der sich dagegen aussprach, wenige negative Einzelbeispiele zur Norm zu erheben: "Der Tourismus in Österreich ist vielmehr einmalig, beim Servi-ce, bei der Kundenzufriedenheit, beim Angebot. Mein Respekt vor ihren Leistungen", erklärte der Bundeskanzler:
"Österreich ist im Tourismus eine Weltmacht!". Salzburg selbst vereine "das Beste aus ganz Österreich" mit einem unvergleichbaren Angebot von Natur bis zur Kultur. "Salzburg ist eine echte Marke und international ein absolutes Ass."
Die bevorstehende Erweiterung der EU um 100 Millionen Menschen eröffne enorme Chance auf zukünftige Gästeströme. Viele der neuen EU-Bürger würden sehr bald auf Urlaub nach Österreich kommen. Und auch von einem möglichen übernächsten Erweiterungsschritt Richtung Balkanländer könne Österreichs Tourismus Vortei-le gewinnen. Schüssel trat in der Frage der Rückzahlung der Getränkesteuer für einen Kompromiss bzw. für Gespräche ein: die Gemeinden sollten verstärkt in die touristische Infrastruktur investieren, im Gegenzug sollte auf die Rück-zahlung der Getränkesteuer verzichtet werden. Ein jahrelanger Streit mit den Gemeinden sei, so Schüssel, "töd-lich":
"Meine Bitte: begraben Sie das Kriegsbeil, packen Sie die Friedenspfeife aus".
Sorgen bereitet dem Bundeskanzler die sinkende Zahl an Schulskikursen. Vor zehn Jahren seien noch 250.000 Kinder bei Schulskikursen gezählt worden, 2003 seien nur mehr 100.000 Schulkinder auf Skikurse gefahren. Junge Menschen und auch Familien für den Ski-Urlaub zu gewinnen, sei aber enorm wichtig. Angebote und Preise müssten für Familien aber auch leistbar sein, so Schüssel. Applaus erntete der Bundeskanzler für die von ihm angeführten Steuerentlastungsschritte, insbesondere der KÖSt-Senkung auf 25%. Dies stelle eine überaus wichtige Investition in die internationale Standortqualität Österreichs dar.

Ztl.: Österreichischer Tourismus ist Erfolgsgeschichte

Der für den Tourismus zuständige Wirtschaftsminister Bartenstein bekräftigte in seinen Ausführungen die internationale Ausnahmestellung des heimischen Tourismus. "Kein Land der Welt lukriert pro Kopf mit 1500 Euro so viel an Tourismusumsätzen wie Österreich. Wir sind Tourismusweltmeister!". Im österreichischen Tourismus gehe es trotz Schwierigkeiten im wichtigsten Gästeherkunftsland Deutschland nach wie vor aufwärts, sowohl bei den Nächtigungen und Umsätzen als auch bei der Beschäftigung. "Das ist eine Erfolgsgeschichte, über die wir uns gemeinsam freuen können". Er werde sich bemühen, eine Lösung für das Zusammenfallen der Semesterferien 2005 in Wien, Niederösterreich und Burgenland mit Ferien in Belgien, Niederland und Luxemburg zu erreichen. WKS-Präsident Komm.-Rat Rainhardt Buemberger hatte in seiner Begrüßung das Problem der Kumulierung der Semesterferien 2005 angesprochen und um Abhilfe gebeten, sonst drohe ein Verkehrschaos, überfüllte Hotels und verärgerte Gäste, weil sie keine Zimmer bekämen. Bartenstein betonte, eine Entzerrung durch Vorverlegung der Semesterferien sei sinnvoll, allerdings würden beträchtliche gesetzliche Hürden bestehen. Beim Tag der Tourismuswirtschaft wurde von allen anwesenden Unternehmen auf Vorschlag von WKS-Präsident Buemberger eine Resolution beschlossen, die an alle Minister, Staatssekretäre und die Tourismussprecher der Parteien gerichtet ist. Darin wird die Vorverlegung der Semesterferien 2005 für die östlichen Bundesländer um eine Woche verlangt.
Die Bruttoeinnahmen der Salzburger Tourismuswirtschaft liegen pro Jahr bei 3,2 Mrd. Euro, machte WKS-Präsident Buemberger in seinen Ausführungen aufmerksam. In der Hochsaison arbeiten 22.000 Menschen in den Gastronomie- und Nächtigungsbetrieben. Darüber hinaus löst der Tourismus mehr als 30 Prozent an indirekter Wertschöpfung aus, wovon andere Branchen wie die Bau- und Seilbahnwirtschaft oder der Handel profitieren. "Daher mein stehender Satz: Geht es dem Tourismus gut, geht es der gesamten Wirtschaft gut!".

Ztl.: Haslauer: Salzburg sollte sich noch einmal um Olympische Winterspiele bewerben
Ein Bekenntnis zu einer neuerlichen Olympia-Bewerbung Salzburg gab Dr. Wilfried Haslauer, designierter Nachfolger von Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger, vor den Salzburger Touristikern ab. Gleich nach der Wahl müsse dieses Thema neu erarbeitet werden. Salzburg solle zur Ganzjahresdestination ausgebaut werden, betonte Haslauer. Es gehe auch darum, die Wertschöpfung pro Gast zu erhöhen. Er unterstütze die Forderung der Wirtschaftskammer Salzburg nach einer touristischen Sonderförderung für den Lungau. Um die Kooperation zwischen den Tourismusbetrieben zu fördern, sei der Aufbau eines Tourismus-Clusters notwendig. Er werde auch nicht lockerlassen, die Verkehrsanbindung der südlichen Bezirke, insbesondere des Pinzgaus über das "Kleine Deutsche Eck" zu verbessern, so Haslauer. Nicht zuletzt sollte ein "Strategieplan Bildung" dafür sorgen, dass auch in Hinkunft genügend Fachkräfte für die Wirtschaft zur Verfügung stünden.


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