"tipp - Die Kulturwoche" am 15. Februar in ORF 2

Gerhard Bronner erzählt aus seinem Leben, Randy Newman in Wien

Wien (OTS) - "tipp - Die Kulturwoche" berichtet am Sonntag, dem
15. Februar 2004, um 10.30 Uhr in ORF 2 unter anderem von folgenden kulturellen Ereignissen:

Poesie des Alltags: Der amerikanische Songwriter Randy Newman gastiert in Österreich

Er selbst bezeichnet sich gerne als "Geschichtenerzähler". Der 61-jährige (Film-)Komponist Randy Newman ist bekannt für seinen schwarzen Humor und seine Amerika-Kritik. In seinen Songs erzählt er über gebrochene Charaktere, kritisiert den Schein der schönen Welt und macht sich über das Rockstarimage lustig: ein Satiriker der stillen Töne. Zurzeit ist Newman mit seinem neuen Album "Songbook" auf Europatournee, nächste Woche kommt er auch nach Graz und Wien.

Abenteuer des Lebens: Kärntner Privatsammlung bekommt eigenes Museum

In den vergangenen 40 Jahren hat der Großindustrielle Herbert W. Liaunig mehr als 2.000 Kunstwerke gesammelt. Diese umfangreiche Sammlung soll jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Vor zehn Jahren hat Liaunig das Schloss Neuhaus in Kärnten gekauft und von Stararchitekt Günter Domenig renovieren und revitalisieren lassen. Domenig hat seine, wie er sagt "architektonische Leidenschaft geweckt". Jetzt baut sich Liaunig sein eigenes Museum - die Entwürfe der fünf Toparchitekten werden in Kärnten im Museum Moderner Kunst präsentiert und erstmals kann man auch Werke aus der Sammlung Liaunig bestaunen: von Herbert Boeckl bis Fritz Wotruba, von Bruno Gironcoli bis Maria Lassnig.

Welt der Erinnerung: Kabarettist Gerhard Bronner erzählt aus seinem bewegten Leben

"Wenn du den Leuten die Wahrheit sagen willst, bring sie zum Lachen, sonst bringen sie dich um", so lautet das Motto des Kabarettisten Gerhard Bronner. Mit Sarkasmus und hintersinnig schwarzer Bösartigkeit nimmt sich der große Unbequeme kein Blatt vor den Mund. Mit dem "Gschupften Ferdl", dem "Bundesbahnblues" und der "Glock'n" hat er Kabarettgeschichte geschrieben. Bronner, 1922 in Wien-Favoriten geboren, verliert den Großteil seiner Familie in Konzentrationslagern, er selbst flieht nach Palästina und entgeht dort nur durch Zufall zwei Bombenanschlägen. "Spiegel vorm Gesicht" nennt er seine berührende Autobiografie, die jetzt im DVA-Verlag erscheint.

Gerhard Bronner im RadioKulturhaus: "'Spiegel vorm Gesicht -Erinnerungen' - Gerhard Bronner"

Als der 15 Jahre alte Gerhard Bronner 1938 vor den Nazis flüchtet, ahnt er nicht, dass er seine Familienangehörigen nicht mehr wiedersehen und selbst dem Tod ein paar Mal nur knapp entrinnen würde. Auf abenteuerlichen Wegen flieht er von Wien nach Palästina. Dabei versteckt er sich in einem "Kraft-durch-Freude"-Dampfer, nur wenige Meter von feiernden Nazis entfernt, durchschwimmt in Bulgarien die kilometerbreite Donau und verliert dabei seinen engsten Freund. Nach dem Krieg gründet er gemeinsam mit Helmut Qualtinger und Georg Kreisler die legendäre Kabarettgruppe. Danach ist er Theaterdirektor, arbeitet für Rundfunk und Fernsehen und entdeckt Ephraim Kishon für den deutschen Buchmarkt. Bronners Erinnerungen sind teils beklemmend, teils heiter - in der Form sind sie oft spöttisch, manchmal bitter und immer wieder voller Liebe und Bewunderung für seine Weggefährten. Sein Programm anlässlich der Buchpräsentation seiner Erinnerungen "Spiegel vorm Gesicht" wird diese acht bewegten Jahrzehnte vorstellen: Die Lesung aus den Erinnerungen sowie musikalische Beiträge lassen Episoden seines Lebens Revue passieren. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Verlags-Anstalt, München.
RadioKulturhaus, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien, Großer Sendesaal. Donnerstag, 11. März, 19.30 Uhr. Eintritt: 14 bzw. 16 Euro.

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