Kukacka: Flussbauliches Gesamtprojekt sichert ganzjährige Schifffahrt und verhindert die Austrocknung der Donauauen!

Kritik des WWF nicht nachvollziehbar

Wien, 13. Februar 2004 (OTS) „Es ist sachlich keineswegs gerechtfertigt, wenn der WWF im Zusammenhang mit dem „flussbaulichen Gesamtprojekt“ davon spricht, dass dies eine ökologische Katastrophe wäre. Denn durch dieses Projekt wird zwar auch die Schiffbarkeit der Donau im Bereich des Nationalparks Donauauen verbessert, gleichzeitig aber die fortschreitenden Eintiefung der Donausohle und die damit verbundene drohende Austrocknung der Donauauen verhindert. Darüber hinaus wird durch die ökologischen Restrukturierungsmaßnahmen in den Donauauen ein nachhaltiger Hochwasserschutzes für die Bevölkerung sichergestellt. Die Kritik des WWF am „flussbaulichen Gesamtprojekt“ ist daher von unseren Experten nicht nachvollziehbar“, erklärte heute, Freitag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka. Die geplante Abladetiefe von 2,70m entspreche auch den Empfehlungen der Donaukommission, die diesen Mindeststandard zur ganzjährigen Befahrbarkeit der Donau in ihrer Jahrestagung 2002 außerordentlich begrüßte, erinnerte der Verkehrsstaatssekretär. ****

Wegen des österreichischen Projektes von einem negativen Ausbaudruck auf andere Donaustaaten zu sprechen, sei an Hand der geplanten Maßnahmen nicht verständlich. Es sei nämlich geplant, das enge Steinkorsett der Uferverbauungen um die Jahrhundertwende aufzulösen, Treppelwegbarrierren zu beseitigen und die Dynamik in den Aulandschaften, wie vor der Donauregulierung weitgehend wiederherzustellen, betonte Kukacka. Es handelt sich daher um ein innovatives und vorbildliches europäisches Leitprojekt, das als Vorbild ähnlicher Vorhaben gelten könne.

In den für dieses Projekt errichteten Arbeitsgruppen sind hochrangige Vertreter des Nationalparks und der Ökologie vertreten. „Ich werde aber die Vertreter des WWF persönlich zu einem Gespräch einladen, um nochmals die unterschiedlichen Positionen zu besprechen und um gemeinsam die beste Lösung für die Donauauen, den Nationalpark und die Schifffahrt zu erarbeiten“, betont der Staatssekretär.

Es sei aber ebenso klar, dass dieses Projekt nur dann als TEN-Projekt realisiert und mit Unterstützung der EU finanziert werden kann, wenn es gleichermaßen einen Gewinn für Schifffahrt und Ökologie bringe, betonte der Verkehrsstaatssekretär. Die Kosten für dieses „flussbauliche Gesamtprojekt“ betragen bei einer Bauzeit von 10 Jahren rd. € 180 Mio. Davon werden von der Europäischen Union bis zu 20% kofinanziert, da dieses Projekt vom Europäischen Rat Anfang Dezember 2003 als prioritär eingestuft wurde. Das BMVIT habe es sich zum Ziel gesetzt, optimale Bedingungen für die ökologisch gut verträgliche Wasserstraße Donau zu schaffen, um eine Aufnahme bzw. Verlagerung zusätzlicher Verkehrsströme im Zuge der EU-Osterweiterung auf die Wasserstraße zu ermöglichen und damit auch den Kyotozielen zu entsprechen. Das Flussbauliche Gesamtprojekt wird unter Berücksichtigung aller ökologischer Überlegungen und Bedenken die Wasserstrasse Donau noch attraktiver machen und die Zukunft der wertvollen Donauauen für die Zukunft sichern, schloss Kukacka.

Rückfragen & Kontakt:

Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovation und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVT0001