2003 ein erfolgreiches Ausbildungsjahr für den Tourismus

Schenner: Mit 13.330 Lehrlingen nur knapp unter bisherigem Rekordjahr 1999 - Mehr Mobilitätsanreize gefordert

Wien (PWK104) - Österreichweit ließen sich im Jahr 2003 13.330 junge Menschen im Tourismus in einer Lehre ausbilden. Gegenüber dem Jahr 2002 bedeutet dies eine Zunahme um 3,2%, womit dieser Wirtschaftszweig die stärkste Zunahme innerhalb der gesamten Wirtschaft verzeichnen kann. Es ist dies gleichzeitig die zweithöchste Zahl, die je erreicht wurde, nur übertroffen durch 1999 (13.515 Lehrlinge).

Was die aktuellen Lehrvertragszahlen (Anzahl der in einem Jahr neu abgeschlossenen Lehrvertragsverhältnisse) betrifft, konnte der Tourismus mit 4.695 Neuabschlüssen 2003 einen Zuwachs um 4,8% verzeichnen. Er zählt damit neben der Transportwirtschaft zu den großen Gewinnern, auch bei den prozentuellen Zuwächsen in der dualen Ausbildung.

"Die stärksten Zunahmen waren bei den Lehrberufen Restaurantfachmann, Koch/Köchin, Hotel- und Gastgewerbeassistent, Systemgastronomiefachmann und Fitnessbetreuer festzustellen," freut sich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Johann Schenner. Für ihn kommen diese Zuwächse jedoch nicht unerwartet: "Seitens unserer Sparte werden alle Tourismuslehrberufe laufend überarbeitet und modernisiert, um den sich rasch ändernden Bedürfnissen unserer Gäste bestmöglich gerecht zu werden."

Die Lehrstellensituation ist bundesweit unterschiedlich: Während es schwierig ist, in den östlichen Bundesländern einen Lehrplatz zu bekommen, stellt sich die Lage in den westlichen Bundesländern entspannter dar. Einmal mehr ermuntert deshalb Spartenobmann Schenner die jungen Menschen zu mehr Mobilität und fordert die Bereitschaft ein, eine duale Ausbildung auch in einem anderen Bundesland zu absolvieren. Er begrüßt in diesem Zusammenhang Überlegungen zur Schaffung entsprechender Mobilitätsanreize.

"Die Branche benötigt zunehmend mehr erstklassig ausgebildete Fachkräfte und dies bei einer rückläufigen Anzahl an Schulabsolventen, welche über entsprechende Schlüsselqualifikationen verfügen. Gerade in der dualen Ausbildung werden diese Erfordernisse bestmöglich vermittelt. Der Übergang von der betrieblichen Ausbildung in das eigentliche Berufsleben wird vom Lehrling nicht als große Änderung empfunden, sondern auf Grund der praxisnahen Ausbildung als ein Hinübergleiten. Neben dem hohen Ausmaß an Praxisbezogenheit und Arbeitsplatzsicherheit ist dies ein ganz maßgeblicher Umstand, weshalb die duale Ausbildung bei den jungen Menschen so gut ankommt", erklärt Schenner. (hp)

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