"Treffpunkt Kultur" am 16. Februar in ORF 2

Song Contest mal zwei

Wien (OTS) - Barbara Rett präsentiert live in "Treffpunkt Kultur" am Montag, dem 16. Februar 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2 unter anderem folgende Beiträge:

Shooting Star Georg Friedrich: Der "Prolo vom Dienst" bei der Berlinale

Für Ulrich Seidl ist er der beste Schauspieler Österreichs - "auch wenn er die meiste Zeit Taxi fährt". Der notorische Taxifahrer heißt Georg Friedrich und blieb vor allem in Seidls "Hundstage" dem Kinopublikum im Gedächtnis haften. Unter Seidls Regie feiert Friedrich am 25. Februar eine seiner raren Theaterpremieren - an Frank Castorfs Berliner Volksbühne. "Vater Unser" heißt die szenische Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens. Eine erste Talentprobe legte Friedrich bereits Anfang der achtziger Jahre ab - als 14-Jähriger in der vom ORF durchwegs mit Kindern besetzten Fernsehfassung von Raimunds "Verschwender". Rund 20 Jahre später ist er offizieller Shooting Star der Berlinale - ein Gütesiegel, das seit sieben Jahren vergeben wird und das sich Friedrich mit Stars wie Franka Potente und Rachel Weisz teilt. Furore machte er immer wieder in Rollen, die er mittlerweile "auswendig kann" - jene des "Prolos vom Dienst". Ab nächster Woche ist er in den Österreichischen Kinos in Michael Sturmingers "Hurensohn" zu sehen. "Treffpunkt Kultur" zeichnet ein Porträt des Shooting Stars 2004.

Museumsreif: Herbert W. Liaunig: Der kunstsinnige Industrielle und sein geplantes Privatmuseum

Seine Industrieprojekte sind oft Glücksfälle für die Architekturszene. So engagierte der Kärntner Herbert W. Liaunig für ein Holzplattenwerk Coop Himmelb(l)au und Günter Domenig. Eine Hallenkonstruktion aus Holzbindern übertrug er dem Tiroler Josef Lackner und für eine Bank in Klagenfurt gewann er das US-Starteam Morphosis/Thom Mayne. Nun hat der kunstsinnige Industrielle Großes im Südkärntner Neuhaus (slowenisch Suha) vor: Für fünf internationale Architektenteams hat er einen Wettbewerb um einen Museumsneubau ausgeschrieben, der sich sensibel in die Drau-Landschaft einfügen soll. Liaunig braucht Platz - in den vergangenen vier Jahrzehnten hat er rund 2.000 Werke - Grafiken, Gemälde, Skulpturen -österreichischer Kunst nach 1945 gesammelt. "Treffpunkt Kultur" stellt die Wettbewerbsentwürfe für das Museum vor und zeigt einen Querschnitt von Liaunigs bedeutender Privatsammlung.

Schlagerstar: Christian I. Hintze: Der Poesie-Direktor mit seinem Song-Contest-Lied live im Studio

"Ich liebe dich" - keine Frage, in diesen Worten liegt Poesie. Zumal wenn sie von einem ausgewiesenen Lyrikexperten vielsprachig vorgetragen werden. Über die körperbemalten Cupido-Darsteller, die die Sangeskunst des Herrn Direktor leibhaftig illustrieren, lässt sich freilich streiten. Christian I. Hintze ist nicht nur Direktor der Wiener Schule für Dichtung, sondern womöglich bald auch unser Mann in Istanbul. Mit seinem Song "Link Love" hat er sich schon als Kandidat für die Vorauswahl zum Song Contest qualifiziert. Der "schamanische Popsänger" - so bezeichnete ihn das deutsche Feuilleton lange vor seinen Schlagerambitionen - vertritt das Credo, dass sich der Poet der Zukunft vor allem mittels Computer und audiovisueller Medien Gehör verschaffen werde. Also warum nicht auch als Popstar? "Treffpunkt Kultur" zeichnet ein Porträt des Mannes mit Vergangenheit als Kühlhausarbeiter, Schlüsselwart und Zettelverteiler. Live im Studio gibt Hintze seinen Song "Link Love" zum Besten.

Wutprobe: Protest-Song-Contest: Aufmüpfiges Liedgut im Wiener Rabenhof

FM4-Hörer sind sich einig: Das beste am alljährlichen Song Contest waren in den vergangenen Jahren stets die hämischen Live-Kommentare von Stermann & Grissemann. Aber das Comedy-Duo hat im Vorjahr als Eurovisions-Moderatorenteam abgedankt - und präsentierte doch wieder live einen Song Contest. Zehn aufmüpfige Kandidatinnen und Kandidaten probten am 12. Februar - auf den Tag 70 Jahre nach dem Februar-Bürgerkrieg - den Aufstand. Der Protest-Song-Contest im Wiener Rabenhof-Theater will an die lange Tradition des politischen Lieds anknüpfen. Das musikalische Spektrum reichte von der melancholischen Downbeat-Ballade bis hin zum schmerzensreichen Punk-Song. Beliebtestes Stilmittel der Teilnehmer: die Persiflage auf das Genre des Protestsongs. "Treffpunkt Kultur" zeigt die Höhepunkte des Protest-Song-Contests.

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