Asyl: Fünf Jahre Länderrecherchen von ACCORD

Ein faires Asylverfahren erfordert Zugang zu Informationen und Kenntnisse über die Situation in den Herkunftsländern von AsylwerberInnen.

Wien (Rotes Kreuz) - Hauptberufliche und ehrenamtliche RechtsberaterInnen sowie Behörden sind häufig mit der schwierigen Aufgabe konfrontiert, komplizierte Sachverhalte im Asylbereich in kurzer Zeit klären zu müssen. Es ist nicht immer leicht, die dafür notwendigen Informationen zu bekommen - oft fehlen den Zuständigen die Zeit oder die technischen Ressourcen für eine eingehende Recherche.

ACCORD (Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation) ist eine Initiative von des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) und seit Jänner 2002 beim Österreichischen Roten Kreuzes angesiedelt. Das Zentrum dokumentiert laufend Menschenrechtsentwicklungen unter dem Gesichtspunkt der Genfer Flüchtlingskonvention und anderer internationaler Menschenrechtsinstrumente und ist daher eine Anlaufstelle für hochaktuelles, asylrelevantes Material. ACCORD recherchiert und stellt Informationen zur menschenrechtlichen, politischen und humanitären Lage in Herkunftsländern zur Verfügung. Eine umfassende Auswahl an Quellen bildet die Grundlage für ausgewogene Informationsvermittlung und dies seit nunmehr fünf Jahren.

"Wir verstehen uns als Informationswegweiser für alle Akteure im Asylverfahren. Daher sind uns Unparteilichkeit, Neutralität und Transparenz bei Recherche und Zusammenstellung der Quellen besonders wichtig. Berichte der Vereinten Nationen und des UNHCR, internationaler und lokaler Menschenrechtsorganisationen und Medien, Fachzeitschriften und das Wissen von LänderexpertInnen werden von uns ohne eigene Stellungnahme weitergegeben. So können sich BeraterInnen und AsylentscheiderInnen ein eigenes Bild der Lage machen." so die MitarbeiterInnen dieser Rotkreuz-Einrichtung zum fünfjährigem Jubiläum. Auf Erkundungsreisen in Schwerpunktländer bemühen sich die LänderreferentInnen um Antworten, die nicht in den herkömmlichen Quellen zu finden sind.

Seit 2001 stellt ACCORD in Kooperation mit Deutschland und Slowenien Informationen auch online zur Verfügung. Auf www.ecoi.net wird eine Vielzahl von Materialien nach Ländern und Themen ausgewertet und so rasch und unkompliziert zugänglich gemacht. ACCORD wird aus Mitteln des Europäischen Flüchtlingsfonds, des UNHCR, des österreichischen Innenministeriums, österreichischer Flüchtlingsorganisationen und des Österreichischen Roten Kreuzes finanziert.

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