"Zum Geier!" - Schräge Vögel bei "Universum"

Gerhard Haderer, Ciro de Luca und Oliver Baier im "Universum"-Team

Wien (OTS) - "Ich zeichne seit Jahrzehnten schräge und komische Vögel", bekennt Star-Cartoonist Gerhard Haderer. Seine "Universum"-Premiere knüpft damit inhaltlich an sein bisheriges Schaffen an: Für den "Universum"-Film "Zum Geier! Die fliegenden Mistkübel" zeichnete er mehrere animierte Geiergesellen und war damit erstmals für das Fernsehen aktiv. Ebenfalls im "Universum"-Geier-Team mit dabei: die Stimme der Nation, Ciro de Luca, der Haderers Geier-Cartoons eine dialektale Stimmenvielfalt verlieh, und Ö3-"Hol's der Geier"-Quizmaster Oliver Baier, der den von "Universum"-Chef Walter Köhler verfassten Kommentar mit viel einschlägigem Know-how gesprochen hat. Herausgekommen ist ein "Universum" der besonderen Art, das gestern, am Donnerstag, dem 12. Februar, im Interspot-Café in Wien im Beisein von viel Prominenz aus der Naturfilmszene Premiere feierte. Zu sehen ist der mit viel schwarzem Humor gespickte Film eine Woche vor Faschingsende, am Dienstag, dem 17. Februar 2004, um 20.15 Uhr in Stereo und im Format 16:9 in ORF 2. Ebenfalls bei der gestrigen Präsentation mit dabei: der britische Regisseur Paul Reddish.

ORF-Informationsdirektor Gerhard Draxler: "Der Geier hat ein Imageproblem"

"Niemals zuvor ist ein Tier im Zentrum einer 'Universum'-Ausgabe gestanden, auf das sehermaximierende Attribute wie exotisch, schön, gefährlich, possierlich so wenig zutreffen wie auf jenes, um das es heute geht", sagte ORF-Informationsdirektor Gerhard Draxler bei der Präsentation. "In der Werbung würde man sagen: Der Geier hat ein Imageproblem. Der Film von Paul Reddish bereitet dem Außenseiterdasein des Geiers ein für alle Mal ein Ende."

Für ORF-Hauptabteilungsleiterin Gisela Hopfmüller verbindet diese "Universum"-Doku einerseits die von "Universum" bekannte hohe filmische Qualität und den Anspruch, Informationen zu vermitteln sowie andererseits das heitere Element: "Mit diesem humoristischen Zugang machen wir vielleicht den Zusehern den Einstieg leichter, sich mit einer Tiergruppe zu beschäftigen, mit der man sich sonst nicht beschäftigen würde."

Ehrenrettung der gefiederten Müllschlucker - Die Geier haben sich ein besseres Image verdient

Die Weltrekordler der Natur genießen all unsere Bewunderung: der Gepard, der schnellste Sprinter an Land, der Kolibri, der glänzendste Flugakrobat, der Schwertwal, der mächtigste Jäger der sieben Meere. Und die Geier, die - ja - welchen Rekord haben die sich verdient? Den für die hässlichsten Vögel vielleicht? Mal ehrlich, Menschen haben für Aasgeier nicht viel übrig. Obwohl sie einen wichtigen Job machen:
Sie sind tolle Tierkörperverwerter, und obendrein gehören sie zu den besten Fliegern der Natur. Diese "Mist-Vögel" sind die Aschenputtel im Reich der Tiere, ungeliebt und missverstanden. Zum Geier! Sie haben sich ein besseres Image verdient. Mit diesem Vorsatz und viel schwarzem Humor tritt das "Universum"-Team zur Ehrenrettung der gefiederten Müllschlucker an. Produziert wurde diese internationale Koproduktion, an der sich Partner aus Amerika, Kanada, England und Deutschland beteiligten, von der Wiener Interspot-Film.

Ihre Hässlichkeit hat mit ihrem Job zu tun

Es gibt 22 verschiedene Geierarten. Selbst Charles Darwin ließ kein gutes Haar an ihnen. Nach seiner ersten Begegnung mit einem Truthahngeier schrieb der Vater der Evolutionslehre: "Es sind verabscheuungswürdige Vögel, ihr kahler, roter Kopf geschaffen dafür, in Verderbtheit zu schwelgen." Starker Tobak. Allerdings hatten Geier schon immer eine schlechte Presse. Die Bibel nennt sie schlicht "ein Gräuel". Und das hat seinen guten Grund: Geier sind keine schönen Vögel. Ihr Lebensstil ist nicht gerade gustiös, verwesende Kadaver sind eben nicht nach menschlichem Geschmack. Und so wurden sie zu tierischen Außenseitern - von uns Menschen unverstanden und ungeliebt. Und hässlich sind sie noch dazu. Doch selbst ihre Hässlichkeit hat mit dem Job zu tun, den sie machen: Sie sind eben fliegende Mistkübel, Müllschlucker mit Format, die ihresgleichen suchen. Ohne Geier wäre die Erde kein blaues Juwel, sondern eher ein stinkender Misthaufen.

Weitere Informationen zu "Zum Geier! Die fliegenden Mistkübel" gibt es unter http://presse.ORF.at.

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